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"Welt am Sonntag" exklusiv Die Videoprotokolle aus dem Verlies der Natascha Kampusch

Ein Ex-Kriminalist enthüllt: Natascha Kampuschs Entführer hat das Leben mit seinem Opfer auf Video festgehalten. Die Dialog-Protokolle zwischen Täter und Opfer widerlegen alle Verschwörungstheorien.

3096 Tage befand sich Natascha Kampusch in Gefangenschaft. Der Hamburger Autor und ehemalige Kriminalbeamte Peter Reichard hat ein minutiöses Protokoll über Natascha Kampuschs Entführung 1998 und ihre Jahre im Verlies geschrieben.

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Bisher vollkommen unbekannt war, dass der Täter Wolfgang Priklopil umfangreiche Videoaufnahmen in seinem Haus und dem Keller gemacht hatte, wo er Kampusch, 1998 als Zehnjährige entführt, über acht Jahre und 174 Tage gefangen hielt. Er lieferte damit ein Zeugnis seiner grausamen Psyche und zugleich der intuitiven Kraft seines Opfers, das ihn am Ende bezwang.

Die Titelseite der neuen "Welt am Sonntag". (Foto: Wams)

Das Material ist einzigartig und streng unter Verschluss. Dennoch wird die Tatsache der Existenz dieses Materials nun öffentlich. Mit Wissen und Zustimmung von Natascha Kampusch, die nie etwas anderes gesagt hatte, als das, was jetzt aus den Abschriften der Dialoge hervorgeht.

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Die Inhalte der Protokolle widerlegen alle Verschwörungstheoretiker, die sich über den Fall hergemacht haben. Sie beweisen, dass ihre Mutmaßungen über Komplizen und Pornos nichts als Phantasien sind. Und bestätigen stattdessen, dass Natascha Kampusch immer die Wahrheit über die Jahre ihrer Gefangenschaft gesagt hat.

Sie war das Opfer eines Psychopathen, dessen Hauptbefriedigung vor allem darin bestand, sie in seiner Macht zu haben. Selten ist die "Banalität des Bösen" (Hannah Arendt) so unter sichtbaren Beweis gestellt worden. Und selten die seelische Stärke eines Menschen so deutlich geworden, wie die der heute 28-Jährigen, die in der täglichen Konfrontation mit ihrem Entführer erwachsen wurde und soviel seelische Stärke gewann, dass die ihrem Peiniger die Stirn bieten und ihm am Ende entkommen konnte.

Das Buch zeigt, wie Natascha Kampusch vom willenlosen Opfer zum stärkeren Part in diesem Zweikampf wurde, schreibt "Welt"-Chefredakteur Stefan Aust in seinem Vorwort des Buches, aus dem die "Welt am Sonntag" in ihrer neuen Ausgabe umfangreich zitiert und das am 21. März 2016 im Riva Verlag erscheint.

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