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Alphonse Lyoura Der selbstlose Held von Brüssel

Gepäckarbeiter Alphonse Lyoura erlebt die Anschläge hautnah mit. Kurz nacheinander gehen am Flughafen zwei Kofferbomben hoch. Ein apokalyptisches Szenario - doch Alphonse denkt nicht an Flucht.

Es waren dramatische Szenen, die sich am Dienstagmorgen am Flughafen von Brüssel abspielten. Gegen 8:00 Uhr morgens zünden zwei Selbstmordattentäter kurz nacheinander ihre Kofferbomben. Zahlreiche Reisende sterben sofort, anderen zerschmettert die Wucht der Detonationen die Beine. Die Decke der Abflughalle stürzt teilweise ein.

Reisende, die nichtsahnend auf dem Weg zu ihrem Flugzeug waren, finden sich plötzlich in einem apokalyptischen Szenario wieder. Überall liegen Tote, Verletzte, Trümmer. Beißender Rauch verbreitet sich im Terminal. Und die meisten Menschen wollen nur noch eines: so schnell wie möglich weg vom Ort des Infernos.

Gepäckarbeiter wird als Held gefeiert

Auch Alphonse Lyoura dürfte ähnliche Gedanken gehabt haben. Dennoch bleibt der Gepäckarbeiter und hilft den Menschen, bis er selbst nicht mehr kann. "Ich habe mindestens sechs oder sieben Verletzten geholfen. Wir haben auch leblose Körper fortgeschafft, es war überall die totale Panik", berichtet Lyoura später gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

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"Ihre Beine waren kaputt, als wenn eine Bombe in einem Gepäckstück explodiert ist", berichtet der 40-Jährige. Seine Hände sind dabei ebenso blutverschmiert wie die Kleidung: "von den Leuten, die ich rausgetragen habe", merkt Lyoura an.

 

Nach Berichten in diversen Medien wird Alphonse Lyoura in sozialen Netzwerken als Held von Brüssel gefeiert. Ein Twitter-Nutzer fordert, bei allen Berichten über die Täter nicht diejenigen zu vergessen, die anderen Menschen helfen. Solange es selbstlose Menschen wie Alphonse gebe, können die Terroristen niemals gewinnen, findet ein anderer Nutzer.

 

Ein anderer Nutzer des Kurznachrichtendienstes sagt es noch deutlicher: "Terroristen erschaffen Helden. Sie kümmern sich nicht um deine Religion, sie wollen einfach nur gute Menschen sein."

 

Ein Täter weiter auf der Flucht

Bei den Terroranschlägen in Brüssel kamen am Dienstag mindestens 31 Menschen ums Leben, fast 300 wurden verletzt. Die Polizei hat zwei der Selbstmordattentäter identifiziert. Es sollen die Brüder Khalid und Ibrahim El Bakraoui sein. Bei einem weiteren Täter könnte es sich um Najim Laachraoui handeln.

Laachraoui ist offenbar auf der Flucht und ein Bekannter des mutmaßlichen Mitverantwortlichen für die Anschläge vom November in Paris, Salah Abdeslam. Die Identität eines weiteren Attentäters vom Brüsseler Flughafen ist bislang ungeklärt. Die Terrormiliz IS hatte am Dienstag die Verantwortung für die Bluttaten in Brüssel übernommen.

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