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Neue Studie Warum bei ersten Dates die Uhrzeit entscheidend ist

Erste Verabredungen finden für gewöhnlich am Abend statt. Doch das ist ein großer Fehler. Einer Verhaltensforscherin zufolge ist das die denkbar schlechteste Uhrzeit für die Partnerwahl.

Morgenstund hat Gold im Mund: Das alte Sprichwort besagt, dass sich frühes Aufstehen bezahlt macht, weil es sich am Morgen gut und effektiv arbeiten lässt. Doch es gibt offenbar noch mehr, für das sich frühes Aufstehen lohnt. Zum Beispiel für die Wahl des richtigen Partners. Dieser Meinung ist zumindest die Verhaltensforscherin Francesca Gino, Professorin an der Harvard Business School in Boston.

Gino ist der Meinung, dass Tageszeiten die Entscheidungen von Menschen enorm beeinflussen. In einem Artikel für die Zeitschrift "Scientific American" rät sie daher, wichtige Entscheidungen bewusst früh am Tage zu treffen. Am Morgen fühle man sich idealerweise frisch und ausgeruht, so Gino. Doch die anhaltenden kognitiven Herausforderungen des voranschreitenden Tages würden unsere mentalen Ressourcen vermindern. Ein Umstand, der unser Verhalten beeinflusse - und zwar im schlechtesten Sinne. "Wir neigen dann mehr zu Handlungen, die nicht optimal sind, wie Untersuchungen ergaben."

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Um ihre These zu beweisen, hat Gino das Zusammenspiel zwischen Tageszeit und menschlichem Verhalten bei unterschiedlichen Gruppen unter die Lupe genommen. So habe sie etwa gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Dänemark die Leistungen von dänischen Schülern im Alter von acht bis 15 Jahren über einen Zeitraum von vier Jahren untersucht. Die Analyse habe gezeigt, dass die Kinder bei Tests, die später am Tag stattfanden, schlechter abschnitten, als bei frühen Prüfungen.

Richter werden strenger, Ärzten unterlaufen mehr Fehler

Gino bedient sich auch bei fremden Studien, um ihre Behauptung zu untermauern. Sie beruft sich zum Beispiel auf eine Untersuchung von Gerichtsurteilen, die gezeigt habe, dass Richter am Morgen und nach der Mittagspause mildere Urteile fällten. Eine weitere Studie belege, dass Ärzte am Ende eines Arbeitstages mehr falsche Entscheidungen treffen würden - wie etwa eine unnötige Antibiotika-Verschreibung.

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Zudem beeinflusse die Tageszeit die Interaktion mit anderen Menschen. Eine noch unveröffentlichte Studie von Gino und anderen Wissenschaftlern belege, dass bei der Bewertung von Universitätsbewerbern nicht nur Vorbildung und Arbeitserfahrungen eine große Rolle spielten, sondern auch die Uhrzeit des Gesprächs. Auch hier sei es für die Bewerber von Vorteil gewesen, am Morgen beurteilt zu werden.

Laut Gino verschlechtert sich unsere "Performance" im Umgang mit anderen massiv im Laufe des Tages: "Wir werden unhöflicher und zynischer gegenüber anderen."

Keine guten Voraussetzungen, um einen Menschen für sich zu gewinnen. Es könnte sich also durchaus lohnen, beim nächsten Blinddate auf eine Verabredung zum Frühstück zu bestehen.

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