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Zwölf Tote bei Horror-Crash in Frankreich Schweres Busunglück auf der "Straße des Todes"

Anwohner nennen sie "Straße des Todes": Auf einer Bundesstraße in Frankreich sind bei einem Unglück zwölf Menschen gestorben. Die Insassen im umgebauten Transporter hatten keine Überlebenschance.

Bei einem schweren Verkehrsunglück in Frankreich sind kurz vor den Osterfeiertagen zwölf Menschen ums Leben gekommen, darunter ein siebenjähriges Mädchen. Ein umgebauter Transporter mit zwölf portugiesischen Passagieren prallte in der Nacht auf Freitag auf einer Bundesstraße im Zentrum Frankreichs frontal mit einem Lastwagen zusammen, wie die Behörden mitteilten. Der Fahrer des Transporters und die beiden Lkw-Fahrer wurden verletzt.

Das Unglück ereignete sich kurz vor Mitternacht auf dem Gebiet der Gemeinde Montbeugny im Département Allier auf einer als besonders gefährlich bekannten Strecke – Anwohner der Region sprechen gar von der „Straße des Todes“. Nach Angaben der Präfektur kam der Transporter, der von der Schweiz aus in Richtung Portugal unterwegs war, aus bislang ungeklärter Ursache von seiner Fahrspur ab und prallte gegen den entgegenkommenden Fleischtransporter.

Alle zwölf Passagiere kamen ums Leben. Die Unfallursache blieb zunächst unklar. Ersten Ermittlungen zufolge stand der Fahrer des Transporters nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Das Unfallfahrzeug wurde zunächst als Kleinbus dargestellt. Tatsächlich handelte es sich aber um einen umgebauten Transporter, ähnlich einem Sprinter, dessen Ladefläche mit Ausnahme der Schiebetür keine Fenster hatte. „Das Fahrzeug hatte Sitze und die Passagiere saßen nicht auf dem Boden“, sagte ein Justizvertreter. „Die Ermittlungen werden zeigen müssen, ob das Fahrzeug zwölf Menschen befördern durfte.“


"Ziemlich monoton, Tempolimit von 90 Stundenkilometern"


Der Abschnitt der Bundesstraße 79, auf dem sich das Unglück ereignete, gilt als Unfallschwerpunkt. Die Strecke sei „ziemlich monoton, es gilt ein Tempolimit von 90 Stundenkilometern“, es gebe kaum Möglichkeiten zum Überholen, sagte ein Vertreter der Justizbehörden. „Manche Fahrer werden ungeduldig und andere schlafen ein.“ Seit „mehr als 40 Jahren“ werde darüber gesprochen, eine zweite Fahrspur für jede Richtung zu bauen.


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Ein Gemeinderatsmitglied aus der Region sagte, es handle sich mit 15 Toten im Jahr um die „tödlichste Straße“ Frankreichs. Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies betonte in den Sendern RMC und BFMTV, für die Bundesstraße seien in diesem Jahr mehr Investitionen vorgesehen als für jede andere Strecke im Land, „mehr als 100 Millionen Euro“.

Frankreich ist in den vergangenen Monaten von einer ganzen Reihe von schweren Straßenunglücken getroffen worden. Im Februar starben beim Zusammenprall eines Busses mit einem Lkw in Westfrankreich sechs Jugendliche. Beim schwersten Busunglück in Frankreich seit mehr als 30 Jahren kamen im Oktober in Südwestfrankreich 43 Menschen ums Leben.

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