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Europäische Union Erstmals seit Jahren gibt es wieder mehr Verkehrstote

Erstmals seit 2001 steigt die Zahl der Verkehrstoten in Europa wieder. Deutschland liegt unterm Schnitt, Rumänien und Bulgarien sind am gefährlichsten. Einige Bevölkerungsgruppen trifft es öfter.

Die Zahl der Verkehrstoten in der Europäischen Union ist nach "Welt"-Informationen im vergangenen Jahr erstmals seit 2001 (54.000 Verkehrstote) wieder gestiegen: Im Jahr 2015 sind in der EU insgesamt 26.000 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen, nach 25.700 im Jahr davor. Gleichzeitig gab es im vergangenen Jahr auf Europas Straßen 135.000 Schwerverletzte – die meisten von ihnen waren laut Kommission Fußgänger, Fahrradfahrer oder ältere Menschen.

Dies geht aus dem neuen Bericht der EU-Kommission zur Straßenverkehrssicherheit für das Jahr 2015 hervor, der am Mittwoch (30.3.) in Brüssel veröffentlicht wird. Laut Angaben der Kommissionsbehörde gab es demnach in allen 28 EU-Mitgliedsländern im Jahr 2015 durchschnittlich 51,5 Verkehrstote pro eine Million Einwohner. Die meisten Menschen starben dabei auf Straßen in ländlichen Gegenden (55 Prozent), 38 Prozent im Stadtverkehr und nur sieben Prozent auf Autobahnen. 76 Prozent der Opfer im Straßenverkehr sind Männer.

Deutschland unter dem EU-Schnitt

Deutschland verzeichnete im vergangenen Jahr laut EU-Statistik 43 Verkehrstote pro eine Million Einwohner (2010: 45; 2014: 42) und liegt damit klar unter dem europäischen Durchschnitt. Allerdings ist Deutschland nach der Angaben der Kommissionsbehörde vom Ziel einer Halbierung der Verkehrstoten bis 2020 noch weit entfernt.

Die meisten tödlichen Verkehrsunfälle gab es 2015 in Bulgarien, Rumänien (jeweils 95 Verkehrstote pro eine Million Einwohner) und Lettland (94). Die wenigsten Verkehrstoten pro eine Million Einwohner verzeichneten im vergangenen Jahr Malta (26), Schweden (27), die Niederlande (28) und Großbritannien (29).

Insgesamt kommen die EU-Staaten bei der Reduzierung tödlicher Verkehrsunfälle nur schleppend voran. Die Zahl der Verkehrstoten in der EU ist seit 2010 (31.500 Verkehrstote) bisher um 17 Prozent zurückgegangen. Damit droht die Europäische Union das selbst gesteckte Ziel, die Zahl der Verkehrstoten zwischen 2010 und 2020 zu halbieren, deutlich zu verfehlen. Brüssel ermahnt die Mitgliedsländer darum, sich mehr anzustrengen.

Bereits im Sommer 2010 legte die EU-Kommission Leitlinien für mehr Straßenverkehrssicherheit im Zeitraum 2011 bis 2020 vor. Wichtigste Maßnahmen sind dabei, schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radfahrer zu schützen, die Fahrausbildung der Verkehrsteilnehmer zu verbessern, die Verkehrsvorschriften konsequent durchzusetzen und eine sichere Infrastruktur im Straßenverkehr zu garantieren.

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