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Elizabeth II. Ein Ex-Fußballer sagt die Wahrheit über die Queen

Im April wird Elizabeth II. 90 Jahre, das Land feiert sie jetzt schon als Fels im Meer der Krisen und Skandale. In einer TV-Doku spricht eine Fußball-Legende das aus, was die meisten Briten denken.

Prinz Harry bringt es auf den Punkt: "Es ist unglaublich, was sie geleistet hat. Sie hat die Pflicht immer vor alles andere gesetzt. Sie ist überall gewesen. Da fragt man sich als Mitglied der Königsfamilie: Wie könnte ich jemals diese riesigen Erwartungen erfüllen?"

Jedes Jahr 30.000 Gäste bei ihren Gartenpartys in Buckingham Palace, 300 öffentliche Veranstaltungen. Für Elizabeth II. von England gibt es keinen freien Tag außer Weihnachten. Die Leute müssen mich sehen, wenn sie an mich glauben sollen, heißt ihr Motto.

63 Jahre und sechs Monate nach ihrer Krönung lautet es noch immer so, zwölf Premierminister hat sie damit überlebt. Und sie sitzt immer noch auf dem Pferderücken. Mit fast 90 Jahren.

Die Queen bedient keine Sensationslust

Niemand kann an Königin Elizabeth II. heranreichen. Um das zu verstehen, braucht es keine Bücher oder Fernsehdokus. Sie ist die am längsten regierende Monarchin der Welt, die nebenbei seit fast 70 Jahren mit Prinz Philip die längste Ehe eines Königspaars in der Geschichte führt. Für die, abgesehen von den glühenden Anti-Royalisten im Königreich, niemand ein böses Wort hat und sehr viele Hymnisches finden.

"Wir brauchen alle Leadership. Und ich fühle mich unglaublich glücklich, dass wir hier den besten Leader haben, den es überhaupt gibt", strahlt Fußball-Ikone David Beckham in die Kameras.

Ein Jahr lang wurden die Kameras des Fernsehsenders ITV aus der größtmöglichen Nähe auf die Queen und ihre Entourage gehalten. Vom Butler über den Stallmeister bis hin zu Prinzessin Kate, der Ehefrau des künftigen Königs und neben Harry unschlagbar Popstar der adeligen Gang.

Sensationelles gab das TV-Porträt, ein Auftakt zu den Jubelfeiern zu ihrem 90. Geburtstag am 21. April, nicht her. Was auch niemals zu erwarten wäre – denn die Queen bedient keine Sensationslust. Während die ihr Nächsten über Jahrzehnte die globale Klatschpresse in Atem gehalten haben, nicht zuletzt ihr ältester Sohn und künftiger König.

Eiserne Hand der royalen PR-Profis

"Wenn man bedenkt, wie viele Jahre die Königin bereits auf dem Thron ist, das ist schon eine Leistung an sich. Und zugleich mit so vielen Herausforderungen und Komplikationen klarzukommen und immer da zu sein in dieser einzigartigen Weise – unerschütterlich", sagt Prinz Charles. Letztens habe er zu ihr gesagt, dass sie ihn 68 Jahre kenne, wenn sie ihren 90. feiert. "Sie hat gelacht."

Nach den Diana-Skandal-Jahren und folgenden Querschlägern von Prinz Andrew und Prinz Harry haben sich die Reihen geschlossen. Weder aus Kensington Palace, wo die jungen Prinzen residieren, noch aus Charles' Heim Clarence House dringen Sensationen.

Aus dem Buckingham Palace sowieso nicht. Die Royals haben sich exzellente Presse- und PR-Experten zugelegt, die eisern die Hand auf jedem Foto und jedem Satz halten und den Generationen jeweils ihr öffentliches Profil verpasst haben, das es streng einzuhalten gilt.

Harry ist vom Raufbold zum volksnahen Streetworker zwischen Ost-London und Lesotho geworden, Kate und William sind das Inbild der liebenden Familie, die ihren Ältesten in einen ganz normalen Kindergarten schicken. Charles hält sich so gut er kann mit kontroversen Meinungen zurück.

Über allem thront, unerschütterlich, standhaft, unverbrüchlich – die Queen. Die, glaubt man Kates Aussagen, kein großes Aufheben um sich selbst macht, aber die stille Liebe zum Detail und zur kleinen Geste pflegt. Die bürgerliche Prinzessin, die eines Tages in die großen Fußstapfen dieser kleinen Frau treten soll, erzählt dazu eine Anekdote.

Als sie zum ersten Mal Weihnachten in Sandringham, dem königlichen Landsitz in Norfolk, verbringen sollte, zerbrach sie sich den Kopf über ein Geschenk für die Queen.

Chutney von der Schwiegertochter

"Also beschloss ich, etwas selber zu machen, das ich auch für meine eigenen Großeltern machen würde. Und so habe ich Chutney gemacht." Eine pikante, dickflüssige Sauce, die man zu indischem Curry reicht und in England auf den Tisch gehört wie anderswo Senf und Tomatenketchup. "Am nächsten Morgen stand das Chutney-Glas auf dem Frühstückstisch. Das war so aufmerksam von ihr."

Es ist vor allem Kate, die das wenige wirklich Persönliche über die Monarchin preisgibt. Womöglich weil Kate eine Außenseiterin ist und noch den etwas weniger von Pomp und Prunk verhängten Blick auf das Leben unter schweren Kronleuchtern hat. "Sie macht keine Umstände, sie liebt die ganz einfachen Dinge. Dass sie so wenig für Brimborium übrighat, das macht sie so besonders."

Deshalb liebt die Queen auch so sehr Balmoral, die Sommerresidenz in den kargen schottischen Highlands, wo in kurzen Hosen beim Barbecue der Augustkälte getrotzt wird und sie dem nachgehen kann, was sie am liebsten tut: reiten und die Pferde pflegen. "Das ist eine wechselseitige Liebe. Dann hat sie ein Lächeln im Gesicht, das ein ganz besonderes ist", erzählt Schwiegertochter Camilla.

Womöglich weil dieser Teil ihres Leben fernab der öffentlichen Zurschaustellung abläuft. Welche Herausforderung es ist, die Existenz eines Blaublüters mit der eines möglichst volksnahen Prinzen in Einklang zu bringen, macht der erdverbundene Harry in einer Stelle der Dokumentation deutlich.

Weihnachten mit dem Boss

Charles' jüngster Sohn war zehn Jahre in der Armee, zwei Mal in Afghanistan im Einsatz. "Als Offizier im Einsatz ist einem ständig bewusst, wer der Boss ist. Und dann würde ich nach Hause kommen, um Weihnachten mit dem Boss zu verbringen. Meine Kameraden fanden diese Vorstellung immer sehr lustig."

Es gibt kein royales Handbuch, die Queen hat ihre Rolle seit 1952 Tag für Tag gesucht und auszufüllen versucht: Pflicht und Dienst an der Nation. Ganz einfach. Für ihre Familie hat sie damit ein ehernes Exempel gesetzt, die Latte für ihre Nachkommen sehr hoch gelegt. In Kates Worten: "Die Königin ist die Konstante für dieses Land und für den Rest von uns."

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