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Panorama Obama will binnen 48 Stunden ölverseuchtes Gebiet besuchen

Angesichts des wachsenden Ölteppichs im Golf von Mexiko und ersten Ölverschmutzungen an der Küste von Louisiana bereiten sich die USA auf eine der schwersten Umweltkatastrophen in der Geschichte des Landes vor. US-Präsident Barack Obama will noch am Wochenende in die Unglücksregion reisen und sich vor Ort einen Eindruck verschaffen. Nach den Bundesstaaten Louisiana und Florida riefen auch Alabama und Mississippi den Notstand aus.

Obama wolle in den kommenden 48 Stunden das Gebiet besuchen und die bislang angeordneten Maßnahmen der Regierung überprüfen, sagte ein Vertreter des Weißen Hauses. Zuvor hatte Obama bereits Innenminister Ken Salazar mit der Anfertigung eines Berichtes zur "vollständigen Aufklärung" des Desasters beauftragt. Wegen der Katastrophe legte die US-Regierung zudem die umstrittenen Tiefseebohrungen auf Eis.

Rund 1900 Einsatzkräfte sind mit 300 Booten und Flugzeugen im Einsatz gegen die Ölpest. Wegen des sich ausbreitenden Ölteppichs wurde die Produktion auf zwei Bohrinseln vorsichtshalber gestoppt. Die Arbeit wurde vorerst eingestellt, weil sich der Ölteppich in unmittelbarer Nähe befindet. Die Betreiber befürchten, dass der Ölteppich durch einen Funken in Brand geraten und dann die Bohrinseln gefährden könnte.

Laut einem Pressebericht befürchtet die US-Küstenwache ein noch schlimmeres Ausmaß der Ölkatastrophe. Unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht der Nationalen Behörde für Ozeane und Atmosphäre berichtet die in Alabama erscheinende Zeitung "Mobile Press-Register", dass die Ölquelle völlig unkontrollierbar werden könne, falls sich der Zustand des Steigrohrs weiter verschlechtere.

Das US-Verteidigungsministerium genehmigte den Einsatz der Nationalgarde in Louisiana, nachdem der dortige Gouverneur Bobby Jindal die Entsendung von 6000 Reservisten angefordert hatte. Jindal teilte zudem mit, dass auch der Einsatz von Häftlingen des Bundesstaates erwogen werde.

Seit dem Untergang der von BP betriebenen Ölplattform fließen täglich rund 800.000 Liter Öl ins Meer. In den USA wächst die Befürchtung, dass eine noch verheerendere Ölpest droht als nach dem Unglück des Tankers "Exxon Valdez" im Jahr 1989 vor der Küste Alaskas. Damals waren fast 40.000 Tonnen Öl ausgelaufen und hatten eine beispiellose Umweltkatastrophe ausgelöst.

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