Expo in Shanghai öffnet Tore für Besucher
Die Weltausstellung in der chinesischen Metropole Shanghai hat die Tore für Besucher geöffnet. Zehntausende Menschen strömten auf das Gelände der Expo 2010, die am Vortag feierlich eröffnet worden war. Alle 500.000 Tickets für den ersten Besuchertag seien ausverkauft gewesen, teilten die Veranstalter mit. Vor allen Pavillons bildeten sich lange Schlangen. An der sechsmonatigen Expo am Ufer des Huangpu-Flusses nimmt eine Rekordzahl von 189 Ländern teil.
Mit der Expo 2010 sieht sich Shanghai sechs Monate lang als Nabel der Welt: 192 Länder von Spanien bis Nordkorea stellen sich auf der Weltausstellung vor. Die meisten hoffen auf Touristen aus China, dem bevölkerungsreichsten Land der Welt - und auf bessere wirtschaftliche Beziehungen zu der Volksrepublik als Wachstumsmarkt. Vom 1. Mai bis zum 31. Oktober werden mehr als hundert Millionen Besucher bei der Expo erwartet.
(Foto: AFP)
Zu der Eröffnungszeremonie am Freitag waren rund 20 Staats- und Regierungschefs angereist. Das farbenprächtige Spektakel aus Feuerwerk, Lasershows und Wasserspielen sahen unter anderem Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla sowie EU-Kommissionschef José Manuel Barroso. Die Weltausstellung steht unter dem Motto "Better City, Better Life" ("Bessere Stadt, Besseres Leben") und stellt das Leben in den wachsenden Metropolen der Welt in den Mittelpunkt. Schwerpunkt sind dabei die grünen Technologien.
Mit 189 teilnehmenden Staaten und 57 Organisationen, mit ihren spektakulären Ausstellungspavillons und dem riesigen Ausstellungsareal stellt die Expo 2010 ihre Vorgängerinnen in den Schatten. Allein die direkten und indirekten Investitionen der Stadt Shanghai sollen sich nach Angaben chinesischer Medien auf rund 43,5 Milliarden Euro belaufen - das ist mehr, als die Olympischen Spiele in Peking kosteten.
Bis Ende Oktober werden bis zu hundert Millionen Besucher erwartet, darunter rund 3,5 Millionen aus dem Ausland. Entsprechend scharf sind die Sicherheitsvorkehrungen in Shanghai.