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Panorama Halliburton arbeitete vor Bohrinsel-Explosion an Leitungen

Der US-Konzern Halliburton hat bestätigt, einen Tag vor der Explosion auf der Bohrinsel im Golf von Mexiko an den Bohrleitungen gearbeitet zu haben. Rund 20 Stunden vor dem Zwischenfall seien die Betonierarbeiten an den letzten Unterwasser-Leitungen beendet worden, erklärte das als Zulieferer an dem Bohrvorhaben beteiligte Unternehmen. Zum damaligen Zeitpunkt hätten die "Aktivitäten auf der Bohrinsel noch nicht das Ausmaß erreicht", das den Einbau eines Verschlusses nötig gemacht hätte, der in Notfällen eine zeitweilige Aufgabe der Ölplattform ermögliche.

Gegen Halliburton sind bereits ebenso wie gegen den Betreiber BP und den Eigentümer Transocean eine Reihe von Klagen eingegangen. Ihnen wird vorgeworfen, keine ausreichenden Vorkehrungen zur Vermeidung der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko getroffen zu haben. Halliburton erklärte sich zur Zusammenarbeit bei der Untersuchung des Unglücks bereit. Doch sei es zum gegenwärtigen Zeitpunkt "verfrüht und unverantwortlich, über die Ursachen zu spekulieren".

Auf der Bohrinsel hatte sich am 20. April eine Explosion ereignet, zwei Tage später versank die Plattform im Meer. Elf Arbeiter starben bei dem Unfall. Seitdem fließen täglich 800.000 Liter aus dem Bohrloch ins Meer. Erste Ausläufer des Ölteppichs erreichten am Freitag die Küste Louisianas. Die US-Regierung erklärte den Vorfall inzwischen zur nationalen Katastrophe, Präsident Barack Obama mobilisierte alle zuständigen Minister.

Nach Angaben seines Sprechers Robert Gibbs wird Obama zunächst nicht selbst ins Krisengebiet reisen. Ein Besuch des Präsidenten zu einem "späteren Zeitpunkt" schloss er jedoch nicht aus.

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