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Im Grundgesetz verankern Sprachen von Minderheiten schützen

In der Diskussion um die Verankerung der deutschen Sprache im Grundgesetz haben die nationalen Minderheiten auf ihr Recht gepocht. Auch dänisch, friesisch und sorbisch müssten aufgenommen werden.

In der Debatte um die Verankerung der deutschen Sprache im Grundgesetz melden sich jetzt auch die nationalen Minderheiten zu Wort. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Leiter des Minderheitensekretariats in Berlin, Thede Boysen: "Falls man Deutsch in die Verfassung aufnimmt, müssten konsequenterweise auch die Sprachen der nationalen Minderheiten aufgenommen werden: Also dänisch, friesisch und sorbisch."

Alteingesessene Minderheiten müssen Identität behalten

Boysen vertritt neben den in Deutschland lebenden Sinti und Roma, Sorben und Dänen auch die friesische Minderheit. Alteingesessenen Minderheiten müsse man ermöglichen, ihre eigene Identität zu behalten, forderte Boysen. Der Staat müsse sich neutral verhalten, um Respekt und Würde dieser Menschen zu wahren. Eine Zwangsassimilation mit Aufzwingung einer Sprache sei falsch. "Das wäre kein zivilgesellschaftliches Mit- und Nebeneinander, sondern ein obrigkeitsstaatliches Über- und Unterordnungsverhältnis wie im Kaiserreich."

Der Forderung nach Aufnahme der Minderheiten-Sprachen in das Grundgesetz schließt sich auch Flemming Meyer, Vorsitzender des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW) an. "Klar spricht die Mehrheit deutsch, aber als Minderheit sind wir genauso viel wert", sagte Meyer. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hatte sich zuvor für einen neuen Anlauf ausgesprochen, Deutsch im Grundgesetz zu verankern.

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