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Politik Ouattara-Truppen belagern ivorische Metropole Abidjan

Bewaffnete Anhänger des international anerkannten ivorischen Präsidenten Alassane Ouattara nehmen die wichtige Wirtschaftsmetropole Abidjan ins Visier. Die Stadt solle belagert werden, bis der bisherige Staatschef Laurent Gbagbo sich geschlagen gebe, sagte Ouattaras Regierungschef Guillaume Soro dem französischen Fernsehsender France 24. In einem Viertel von Abidjan marschierten nach Plünderungen französische Soldaten auf.

Ouattaras Unterstützter begannen laut Soro damit, den Regierungssitz Abidjan zu umzingeln. Mehrere Generäle aus der Truppe Gbagbos seien auf Ouattaras Seite übergelaufen und würden sich bald öffentlich erklären. Der Chef der UN-Mission UNOCI, Choi Young Jin, sagte dem Fernsehsender France Info, 50.000 bewaffnete Polizisten und Gendarmen hätten Gbagbo "verlassen". Dieser habe nur noch um den Präsidentenpalast und seine Residenz herum postierte "Spezialkräfte" zur Verfügung. Die Blockade eines Hotels in der Wirtschaftsmetropole Abidjan, das den Gbagbo-Gegnern als Basis diente, sei aufgehoben, fügte Choi hinzu.

Laut übereinstimmenden Quellen waren in einem Viertel im Süden der Stadt nach Plünderungen französische Soldaten der 900 Mann starken Mission "Licorne" im Einsatz. In der Gegend leben viele Europäer, vor allem Franzosen. Der Einsatz der Franzosen weckte Erinnerungen an das Jahr 2004: Damals hatten ivorische Kampfflugzeuge französische Soldaten angegriffen und neun von ihnen getötet. Frankreich zerstörte die Kampfflieger, worauf gewaltsame Proteste folgten.

Die internationale Gemeinschaft sieht Ouattara als Sieger der Präsidentschaftswahl vom vergangenen November an und will Gbagbos Rücktritt. Seit dem Beginn der Krise wurden bei Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern mehr als 460 Menschen getötet. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind fast eine Million Menschen auf der Flucht.

Amnesty International (ai) warnte vor einer "massiven Verletzung der Menschenrechte". Während bewaffnete Anhänger Ouattaras in die Wirtschaftsmetropole Abidjan vorrückten, sei die Stadt "am Rande einer Menschenrechtskatastrophe und des totalen Chaos'", erklärte ai-Vertreter Salvatore Sagues in London.

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte sich beunruhigt über die Eskalation des Konflikts. Er mahnte in New York beide Seiten, von "Racheakten" abzusehen. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Mittwoch in einer Resolution einstimmig Gbagbos Rücktritt gefordert.

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