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Ziele unter Beobachtung Breivik schickte "Manifest" nach Deutschland

Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik schickte sein Pamphlet auch an deutsche Adressen. Die hat das Kriiminalamt jetzt im Visier. Rechte Internetforen sollen noch "verhalten" reagieren.

Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik hat sein 1500-Seiten-Pamphlet im Internet auch an deutsche Adressen verschickt. "Die werden jetzt natürlich überprüft", sagte der Chef des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts (LKA), Wolfgang Gatzke, am Dienstag in Düsseldorf. Bislang hatten die Sicherheitsbehörden erklärt, es gebe keine Bezüge Breiviks nach Deutschland.

Breivik habe sein 1516 Seiten starkes "Manifest" an deutsche Neonazis unter anderem in Dortmund geschickt, berichtete der "Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus" in Dortmund. Wie die Zeitungen der "WAZ"-Mediengruppe aus Sicherheitskreisen erfuhren, ging das Pamphlet auch an die Bewegung "Pro Köln", die wegen Extremismusverdachts vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Ein dritter Empfänger in Nordrhein-Westfalen sei die NPD in Unna, berichtet die "WAZ" (Mittwoch).

Gatzke sagte, die Polizei beobachte nach den Terroranschlägen verschärft die rechte Szene in Deutschland. Die Reaktionen in den einschlägigen Internetforen seien aber verhalten: "In der Szene ist kein großer Jubel ausgebrochen." Bei den Rechtsextremen herrsche vielmehr die Einschätzung vor, dass es "nicht in Ordnung" gewesen sei, Jugendliche als Ziel des Terroranschlags auszuwählen.

Rechte Szene wird bereits massiv überwacht

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) sagte zur Forderung nach einer verschärften Beobachtung der rechten Szene, dies werde bereits praktiziert. "Einen vollständigen Schutz vor radikalisierten Einzeltätern wird es aber nie geben", sagte Jäger.

Im LKA beobachten zehn Beamte das Internet unter anderem auch auf politisch motivierte Straftaten. Daneben wertet der Verfassungsschutz die Kommunikation der Rechtsextremen im Netz aus.

Der inhaftierte norwegische Attentäter Breivik hatte den Bombenanschlag in Oslo und das Massaker auf der Insel Utøya mit mindestens 76 Toten damit begründet, er habe die sozialdemokratische Arbeiterpartei möglichst hart treffen wollen. Die meisten seiner Opfer waren Teenager aus einem Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF.

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