Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Al-Awlaki getötet Obama lobt "Meilenstein" der Terrorbekämpfung

Einer der meistgesuchten Terroristen der Welt, Anwar al-Awlaki, ist bei einem US-Drohnenangriff im Jemen getötet worden. US-Präsident Obama spricht von einem "Meilenstein" im Kampf gegen Al-Kaida.

Der Al-Kaida-Prediger Anwar al-Awlaki, einer der meistgesuchten Terroristen der Welt, ist im Jemen getötet worden. US-Präsident Barack Obama bezeichnete den Tod des 40-jährigen Jemeniten mit US-Pass als einen "weiteren bedeutenden Meilenstein" in dem Bemühen, die Terror-Organisation zu besiegen. Al-Awlaki wurde durch den Beschuss einer ferngesteuerten US-Kampfdrohne getötet, sagte ein US-Militärsprecher dem Sender CNN.

Arabische Medien hatten zuvor unter Berufung auf Stammesführer aus der Region gemeldet, ein unbemanntes Kampfflugzeug habe eine Rakete auf einen Konvoi im Bezirk Raghwan abgefeuert, an der Grenze zwischen den Provinzen Al-Dschauf und Marib. In einem Auto des Konvois habe Al-Awlaki gesessen, der tödlich getroffen worden sei. Zehn Begleiter seien ebenfalls ums Leben gekommen, darunter Mitglieder der Gruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel, sagte ein saudischer Terrorexperte dem Nachrichtensender Al-Arabija. Bewohner der Region erklärten, die Kampfdrohne habe schon seit drei Tagen über dem Gebiet gekreist.

USA suchten Al-Awlaki "tot oder lebendig"

Al-Awlaki gehörte zu den führenden Predigern des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Er soll viele Terroristen zu Anschlägen angestachelt haben. Der Extremist wurde 1971 als Sohn jemenitischer Eltern in den USA geboren, wo er auch studiert hat. Er besitzt die US-Staatsbürgerschaft. In seinen Hasspredigten hatte Al-Awlaki mehrfach zur Tötung von Amerikanern aufgerufen. Die USA führten ihn bisher auf einer schwarzen Liste von Terroristen, die "tot oder lebendig" gefasst werden sollen und versuchten mehr als einmal erfolglos, ihn aufzuspüren und zu töten. Lokale Medien hatten mehrfach falsch berichtet, Al-Awlaki sei bereits getötet worden.

Al-Awlaki hatte - wie man aus Verhören weiß - Islamisten im Jemen rekrutiert, um Anschläge im Ausland zu verüben. Er soll auch im Kontakt mit dem Amokläufer von Fort Hood gestanden haben, der Ende 2009 auf einem Militärstützpunkt in Texas 13 Menschen getötet hatte. Auch mit dem 23 Jahren alten Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, der Weihnachten 2009 über Detroit versucht hatte, einen Sprengsatz an Bord eines Passagierflugzeugs zu zünden, soll er laut US-Behörden in Verbindung gewesen sein.

Saleh betont eigene Rolle in der Terrorbekämpfung

Die tödlichen Einsätze von US-Kampfdrohnen trafen bislang vor allem Ziele in Pakistan. Nach einem Bericht der "Washington Post" vom 21. Juli betreibt die US-Regierung geheime Lager für Drohnen auch am Horn von Afrika und der Arabischen Halbinsel zur Terrorismusbekämpfung. So habe das US-Militär in der Vergangenheit Drohnen über Somalia und Jemen fliegen lassen, die von einer Basis aus dem nordostafrikanischen Land Dschibuti gestartet worden seien.

Die Attacke auf Al-Awlaki fällt in eine Zeit großer Unruhe im Jemen. Seit Februar demonstrieren jede Woche Hunderttausende für den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh. Der Präsident warnte derweil westliche Regierungen, die in den vergangenen Monaten Verständnis für die Forderungen der Demonstranten geäußert hatten. In einem Interview mit der Tageszeitung "Washington Post" präsentierte sich der seit 1978 amtierende Präsident als verlässlicher Partner im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida. "Wir kämpfen in Koordination mit den Amerikanern und den Saudis gegen Al-Kaida in (der Provinz) Abjan", sagte er.

Saleh will Al-Ahmar-Clan nicht zu Wahlen zulassen

Saleh lehnte einen Rücktritt erneut ab und stellte stattdessen neue Bedingungen für eine Machtübergabe. Demnach dürften Mitglieder des rivalisierenden Al-Ahmar-Clans nicht bei den Wahlen kandidieren oder politische Ämter übernehmen, sollte er sich aus der Politik zurückziehen.

Der 69 Jahre alte Präsident war erst vor einer Woche nach Sanaa zurückgekehrt. Er hatte sich im Nachbarland Saudi-Arabien von den schweren Verletzungen nach einem Anschlag auf den Präsidentenpalast in Sanaa vor vier Monaten erholt. Die Opposition macht Saleh für den Tod von mindestens 650 Demonstranten seit Ausbruch der Proteste im Februar verantwortlich. Viele westliche Länder wie die USA und Deutschland haben an Saleh appelliert, die Machtübergabe nicht weiter zu verschleppen.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()
 
Kerry
Politik
Atom-Verhandlungen mit dem Iran fortgesetzt
Bewachung
Politik
Saudi-Arabien bombardiert Huthi-Hochburg im Jemen
Auf zum IS: Im Internet kursiert eine Art Reiseführer, der Hinweise gibt, wie man als Frau am besten ausreist.
Verfassungsschutz alarmiert
Neun deutsche Mädchen schließen sich dem IS an
Taschkent
Politik
Autoritäres Usbekistan wählt Präsidenten
Parteitag FDP
Politik
FDP will Sonderumlage für Wahlkämpfe erheben
FDP-Chef Christian Lindner hat mit seiner Partei wieder gute Chancen, über fünf Prozent zu kommen.
Umfrage
FDP erreicht erstmals wieder fünf Prozent
Wähler
Politik
Nach Wahl in Nigeria zeichnet sich knappes Rennen ab
Nicolas Sarkozy
Politik
Schwache Beteiligung bei Départementswahlen in Frankreich
Katja Kipping, Bundesvorsitzende der Partei Die Linke,  bei einer Pressekonferenz im Januar.
G7-Gipfel in Bayern
Katja Kipping kündigt Proteste an
Der 77-jährige Karimow regiert das islamisch geprägte Land seit 1989 mit harter Hand.
Ex-Sowjetrepublik
Wahl in Usbekistan begonnen
Frauen stehen an, um in der Stadt Daura zu wählen.
41 Tote
Terror überschattet Wahlen in Nigeria
Hollande
Politik
Hollande droht bei Wahl erneut Schlappe
Bei der ersten Wahl mussten die Sozialisten von Präsident François Hollande eine Niederlage einstecken.
Das bringt der Sonntag
Hollande droht neue Wahlschlappe
Free Raif Badawi
Blogger Badawi
Mit 30 Verbrechern auf 20 Quadratmetern
Nach der Einnahme der Stadt Idlib posieren Rebellen vor einem Panzer für ein Foto.
Rückschlag für syrische Armee
Islamisten nehmen die Stadt Idlib ein
Hillary Clinton
Kein Ende in der E-Mail-Affäre
Neue Vorwürfe gegen Hillary Clinton
Griechenland steht wegen der verschleppten Reformen finanziell offenbar noch schlechter da, als bisher vermutet wurde.
Griechenland-Krise
Verschleppte Reformen kosten bis zu 20 Milliarden Euro
Vor den Wahllokalen in Nigeria haben sich lange Schlangen gebildet. Immer wieder kam es auch zu organisatorischen oder technischen Problemen.
Wahlen in Nigeria
Boko Haram greift Wahllokale an
Steinmeier
Steinmeier bei Atom-Verhandlungen
Endspiel hat begonnen
Saudi Arabia leads strikes on Houthi rebels in Yemen.
Jemen wird zum Schlachtfeld
Saudi-Arabien weitet Luftangriffe gegen Huthi aus
bush
Bush folgt Empfehlung
Truppenabzug aus Irak pausiert
N24 Live-Ticker
Deutsche Botschaft im Sudan brennt
Niedersachsen Teaser
Niedersachsen
Land der Autobauer und Landwirte
Landtagswahl Niedersachsen Teaser
Wulff contra Jüttner
Die Spitzenkandidaten im Porträt
Hessen_Teaser
Koch contra Ypsilanti
Die Spitzenkandidaten im Porträt
Hessen_Teaser
Kriminalität und Mindestlohn
Zentrale Themen im Wahlkampf
Themen Niedersachsen Teaser
Bildung, Finanzen, Umwelt
Zentrale Themen im Wahlkampf
Robbie Williams zeigt die Zähne.
Robbie im Streik
Robbie Williams streikt
Im Streit um härtere Strafen für kriminelle Jugendliche legt Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) nach.
Jugendstrafen für Kinder
Koch: Jugendstrafrecht auch bei Kindern anwenden
UN fordert Spenden für Kenia
Das Blutvergießen geht weiter
Radiohead-Frontmann Thom Yorke während eines Auftritts am Nürburgring.
Konzert im Plattenladen
Radiohead sorgen für Massenansturm
Sprudelnde Steuern, neue Jobs
Endlich wieder Überschuss
Zurück an die Macht?
SPD baut auf "solidarische Mehrheit"
John McCain ist zurzeit der Favorit bei den Republikanern.
US-Vorwahlen
Umfrage: John McCain bei US-Vorwahlen vorn
 
 
Mails mit unglaubwürdigen Jobangeboten stammen nicht von der Arbeitsagentur.
Arbeitsagentur warnt
Unseriöse Jobangebote per E-Mail
Auch Sylt hofft auf Besucher.
Osterferien
Küste hofft auf viele Besucher
Kleiderwahl
Studie
Jugendliche denken grün, kaufen aber konventionell
Spectre
Kultur & Gesellschaft
Bond-Trailer millionenfach angeklickt
Bsirske und Bullerjahn
Job & Karriere
Nach Länder-Tarifeinigung beraten Lehrer weiter
"Wir sind es wert"
Analyse
Alle sind zufrieden, nur die Lehrer nicht
Einigung
Job & Karriere
Einigung im Länder-Tarifstreit - Lehrer unzufrieden
Markus Söder
Job & Karriere
Bayern übernimmt Tarifabschluss für Beamte
Jonas Kaufmann
Kultur & Gesellschaft
Salzburg bejubelt Thielemann und Kaufmann
Parsifal
Kultur & Gesellschaft
"Parsifal" im Schlabberlook
Nick Jonas
US-Kinderpreise
 Schleimdusche für die Stars
Pferdeauge
Mensch & Natur
Pferdeauge
Die Forscher fanden heraus, dass Pandas offenbar über ein gutes räumliches Gedächtnis verfügen. Auch wenn sie bis zu sechs Monate weg waren, finden sie zu den alten Futterplätzen zurück.
Riesenpandas
Von wegen Eigenbrötler!
Einigung
Job & Karriere
Länder-Beschäftigte bekommen 4,61 Prozent mehr Geld
Auf die Weizenfelder hinter der Kirche zog es van Gogh auch an seinem Todestag.
Wie starb Vincent van Gogh?
Eine Spurensuche in Auvers-sur-Oise
Geschütztes Fort: Die Festungsanlagen De Stelling van Amsterdam stehen auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste.
Land aus dem Meer
Auf den Spuren der goldenen Zeit im Beemsterpolder
Um pünktlich in den ersten Vorlesungen zu sein, sollten Erstsemester schon vor Unibeginn den Campus erkunden.
Stressfrei starten
Eine To-do-Liste für den Unibeginn
Die evangelisch-lutherische Ludgeri-Kirche in Norden wurde vom 13. bis 15. Jahrhundert errichtet.
Kleine Dörfer, großer Klang
Orgeln in Ostfriesland
Eine Frau in Kibera, einem der größten Slums in Nairobi, vor einem Fass Chang’aa – das selbst gemachte Gebräu soll die Grippe bekämpfen, ebenso Typhus, Parasiten und Malaria.
Traditionelle "Medizin" in Kenia
Wenn das Baby Methanol eingeflößt bekommt
So sieht das fertige Braunkohlebrikett am Ende aus.
Lehre im Bergbau
Aufbereitungsmechaniker arbeiten mit schwerem Gerät
May-Blog , 17.10.2008
Finanzpaket ist auf dem Weg - werden die Bankmanager nun zur Kasse gebeten?
Space Invaders
Mobiler Klassiker
Space Invaders
Kalorienzähler
Abnehmen leicht gemacht
Handy - Kalorienzähler
Skispaß seit mehr als 100 Jahren: Borowez ist der älteste Wintersportort in den Bergen Bulgariens. (Bild: Vassil Donev/EPA/dpa/tmn)
Piste endet am Hotel
Piste endet am Hotel - Günstiger Skiurlaub in Bulgarien
Heuschnupfensaison hat begonnen
Gesundheit!
Heuschnupfensaison hat begonnen - Haselpollen fliegen
Pons
Mobil übersetzen
Das Handy-Wörterbuch von PONS
berufsausbildung
Arbeiten im Ausland
Berufsabschlüsse bald besser vergleichbar
Stress im Job gefährdet das Herz
Stressiger Job?
Risiko für Herzkrankheit deutlich höher
animateure
Animateure gesucht
Arbeiten wo andere Urlaub machen
spiegel
Expertentipp
Mathematisches Verständnis fördern