Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Rettungsschirm stärken EU prüft Hilfeersuchen an China

Während die Euro-Staaten mit Hochdruck an einem neuen Hilfspaket für Griechenland arbeiten, wird die Möglichkeit in Erwägung gezogen, das kapitalstarke China um Hilfe zu bitten.

Angesichts des hohen Finanzbedarfs in der Euro-Schuldenkrise prüfen die Europäer, das kapitalstarke China um Hilfe zu bitten. Peking könne Mittel für einen Sonderfonds bereit stellen, um die Wirkung des Euro-Rettungsschirms EFSF zu erhöhen, teilten EU-Diplomaten beim EU-Gipfel in Brüssel mit. Derweil übten die Euro-Länder massiven Druck auf Italien aus, sein Schuldenproblem in den Griff zu bekommen.

Wegen der sich zuspitzenden Lage im hochverschuldeten Griechenland tagten seit Freitag erst Europas Finanzminister, am Sonntag kamen dann die Staats- und Regierungschefs zusammen. Beschlüsse sollen aber erst auf einem weiteren Gipfel am Mittwoch fallen.

Einbindung Chinas könnte Schutzwall erhöhen

Die Einbindung Chinas könnte den Europäern helfen, den Schutzwall für angeschlagene Euro-Staaten zu erhöhen. Dabei soll die Wirkung des 440 Milliarden Euro schweren Euro-Rettungsfonds über einen finanztechnischen Hebel um ein Vielfaches vergrößert werden. China sei interessiert, sagte ein Diplomat. Allerdings seien einige Mitgliedstaaten «skeptisch».

Bei dem Hebel-Vorhaben wurden zwei Optionen diskutiert, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte. Eine davon ist dem Vernehmen nach eine Versicherungslösung: Dabei sollen Investoren zum Kauf von Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder ermutigt werden, indem der Fonds im Notfall einen Teil des Verlusts übernimmt. Da der Fonds nur einen Teil absichert, könnte er so den Kauf von Staatsanleihen in Billionenhöhe ermöglichen.

Die zweite Option ist ein bei dem Fonds angesiedelter Sondertopf mit Mitteln, die nicht von den Euro-Ländern stammen. Hier könnte China ins Spiel kommen. Beide Hebelmodelle könnten laut EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy auch kombiniert werden.

Euro-Staaten arbeiten mit Hochdruck am Hilfspaket

Um Griechenland vor einer ungesteuerten Pleite zu bewahren, arbeiten die Euro-Staaten daneben mit Hochdruck an einem neuen Hilfspaket. Dabei sollen die Privatgläubiger auf mindestens 50 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Damit Europas Banken dadurch nicht in Schieflage geraten, sollen sie durch eine höhere Kernkapitalquote geschützt werden. Dazu sind laut EU-Diplomaten 108 Milliarden Euro nötig. Die Gespräche mit der Finanzbranche brachten zunächst keine Ergebnisse.

Im Kampf gegen die Ausweitung der Krise verstärkten die EU-Spitzen den Druck auf das hochverschuldete Italien, an dessen Sparwillen es Zweifel gibt. Merkel forderte, dass Italiens Schuldenstand «glaubwürdig in den nächsten Jahren abgebaut» wird. Berlusconi kündigte daraufhin für Montag eine Sondersitzung seines Kabinetts an, um die bisher gescheiterte Rentenreform auf den Weg zu bringen.

Merkel machte deutlich, dass sie noch mit einem langen Kampf gegen das Schuldenproblem rechnet. Auch die für Mittwoch geplanten Beschlüsse würden "nicht der letzte Schritt sein".

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Hier kann nicht mehr kommentiert werden.