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Politik Publizist Heinz Ludwig Arnold gestorben

Einer der Großen des deutschen Literaturbetriebs ist tot: Der Literaturwissenschaftler und Publizist Heinz Ludwig Arnold erlag nach Angaben seines Göttinger Verlags am Dienstag im Alter von 71 Jahren einem Krebsleiden.

Bekanntgeworden war er mit der 1963 gegründeten Zeitschrift «Text +Kritik», die er bis zu seinem Tod herausgegeben hatte. 1978 entwickelte Arnold das «Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur» als Loseblattsammlung. Fünf Jahre später folgte das Pendant zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur. Bis 2009 erarbeitete Arnold die von Grund auf erneuerte dritte Auflage von Kindlers Literatur Lexikon.

Er hat zudem zahlreiche Bücher zur deutschen Literatur geschrieben und herausgegeben. Zuletzt erschien die Edition seiner in den 1970er und 1980er Jahren geführten Gespräche mit 31 Schriftstellern - darunter Günter Grass, Heinrich Böll, Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt, Peter Handke und Walter Kempowski. Im Göttinger Wallstein Verlag hatte Arnold seit 1990 die Reihe «Göttinger Sudelblätter» herausgegeben.

Der 1940 in Essen geborene Literaturwissenschaftler war Vorsitzender des Beirats der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Mitglied im PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland und der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

Vor wenigen Tagen hatte der 71-Jährige, der von seiner Krankheit bereits schwer gezeichnet war, für seine besonderen Verdienste um die deutsche Literatur das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse erhalten.

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