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US-Anklageschrift fertig Wikileaks-Gründer Assange will in Senat

Während die USA ihre Klageschrift gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange längst fertig hat, denkt dieser bereits an seine Zukunft. Er will zur Senatswahl in Australien antreten.

Wikileaks-Gründer Julian Assange will trotz seines Hausarrests in England im Sommer nächsten Jahres zur Senatswahl in Australien antreten. Der 40-Jährige habe eine entsprechende Entscheidung getroffen, erklärte Wikileaks.

Assange kämpft derzeit gegen seine Auslieferung nach Schweden, wo er wegen Vergewaltigungsvorwürfen befragt werden soll. Der Oberste Gerichtshof in Großbritannien soll in Kürze über seinen Fall entscheiden. Der Verfassungsrechtler George Williams von der University of South Wales erklärte, selbst bei einer Verurteilung könne Assange zur Wahl antreten. Die nächste Senatswahl findet nicht vor Juli 2013 statt. Erst mit der Ausrufung des offiziellen Wahltermins können die Kandidaten sich registrieren lassen.

Die USA haben indes einem australischen Zeitungsbericht zufolge bereits seit langem eine Anklageschrift gegen Assange angefertigt. Das berichtete der "Sydney Morning Herald" unter Berufung auf eine vertrauliche E-Mail an einen ranghohen Mitarbeiter der US-Sicherheitsfirma Stratfor, der enge Beziehungen zum US-Geheimdienst und zu den US-Strafverfolgungsbehörden unterhalten soll.

"Wir verfügen über eine versiegelte Anklageschrift gegen Assange", heißt es dem Bericht zufolge in der E-Mail an den Stratfor-Vertreter vom 26. Januar 2011. Dieser wird darin aufgefordert, die Information vertraulich zu behandeln. Wikileaks hatte am Montag begonnen, mehr als fünf Millionen vertrauliche E-Mails von Stratfor zu veröffentlichen. Der «Sydney Morning Herald» ist einer der Medienpartner der Enthüllungsplattform, von denen die Datensätze ausgewertet werden.

Der Australier Assange wehrt sich derzeit gegen eine mögliche Auslieferung von Großbritannien nach Schweden. Dort wird ihm vorgeworfen, mit zwei Frauen ohne deren Einwilligung ungeschützten Sex gehabt zu haben. Assange bestreitet dies. Der 40-Jährige fürchtet, dass er von Schweden an die USA ausgeliefert werden könnte. Wikileaks hat unter anderem durch die Veröffentlichung vertraulicher US-Diplomatendepeschen den Zorn Washingtons auf sich gezogen.

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