Neue IStGH-Chefanklägerin Bensouda vereidigt
Die neue Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Fatou Bensouda, ist im niederländischen Den Haag vereidigt worden. Bei einer Zeremonie schwor die 51-jährige Juristin aus dem westafrikanischen Gambia, ihre Aufgaben "ehrenvoll, ergeben, unparteiisch und zuverlässig" wahrzunehmen. Die Vertraulichkeit von Ermittlungen und Strafverfolgungen werde sie respektieren, sagte Bensouda weiter.
Die neue Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Fatou Bensouda, ist in Den Haag vereidigt worden. Die Juristin aus Gambia tritt die Nachfolge ihres bisherigen argentinischen Chefs Luis Moreno-Ocampo an.
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Die bisherige stellvertretende Chefanklägerin rückte mit der Vereidigung auf den Posten des Argentiniers Luis Moreno-Ocampo vor, der das Amt neun Jahre lang ausgeübt hatte. Seit dem Jahr 2004 war Bensouda seine Stellvertreterin. Zuvor hatte sie unter anderem am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda in Tansania gearbeitet. Außerdem war sie Generalstaatsanwältin und Justizministerin Gambias.
Bensouda wird unter anderem mit Fällen aus sieben afrikanischen Staaten zu tun haben. Sie muss versuchen, den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir vor Gericht zu bringen. Außerdem stehen Milizenchefs aus der Demokratischen Republik Kongo, kenianische Politiker, der Sohn von Libyens früherem Machthaber Muammar al-Gaddafi, Seif al-Islam, und der ehemalige Staatschef der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, auf der Liste der IStGH-Ankläger.