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Lärmschutz auf hoher See Altmaier schützt Seehunde vor Energiewende

Die Energiewende kommt nicht so richtig voran, bemängeln nicht nur Oppositionspolitiker. Das Problem sind oft Beschwerden von Bürgern und Umweltauflagen. Die sollen auch in Zukunft noch gelten.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will beim Ausbau der Windparks in der Nordsee dem Lärmschutz für Seehunde und Schweinswale hohe Priorität einräumen. "Wir dürfen die Themen Naturschutz und Biodiversität nicht vernachlässigen", sagte Altmaier am Sonntagnachmittag zum Auftakt seiner Sommerreise in der Seehundstation Friedrichskoog (Schleswig-Holstein). Dies gelte insbesondere für die Geräuschbelästigungen durch den Bau von Offshore-Windparks und bei der Verlegung von Seekabeln.

Rösler ohne Rücksicht?

"Wir wollen die Energiewende, um unseren Planeten zu schützen, aber wir müssen es so machen, dass auch die Tiere nicht zu sehr beeinträchtigt werden". Altmaier forderte ein umfassendes Schallschutzkonzept. Womöglich sei auch Bohren eine Alternative zum Rammen von Fundamenten für die riesigen Windkraftanlagen. Es gehe darum, die Energiewende so zu organisieren, dass der Naturraum Wattenmeer und seine Artenvielfalt geschützt bleiben. Bis 2020 sollen vor der Küste Windparks mit einer Leistung von 10.000 Megawatt entstehen. Allerdings hinken viele Projekte wegen fehlender Netzanschlüsse dem Zeitplan hinterher.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte kürzlich dafür geworben, bei der Umsetzung der Energiewende auch Abstriche beim Naturschutz in Kauf zu nehmen. Er hatte dies besonders auf den Ausbau von Stromnetzen bezogen. Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) betonte, Naturschutz und erneuerbare Energien passten hier bisher hervorragend zusammen. Es gebe im Wattenmeer so viele Seehunde wie seit 100 Jahren nicht mehr.

Altmaier und Habeck ließen es sich nicht nehmen, mit Fischen die Seehunde zu füttern, die Seehunde aßen den Ministern quasi aus der Hand. Der Saarländer Altmaier bekannte freimütig, dass er in seiner Kindheit etwas enttäuscht vom ersten Nordseebesuch gewesen sei. Als er auf dem Deich gestanden habe, sei da gar kein Meer gewesen - es herrschte Ebbe. Um das Weltnaturerbe besser kennenzulernen, durfte auch eine Wattwanderung im Programm der Altmaier-Sommerreise nicht fehlen.

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