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Republikaner tagen Stiller Auftakt für die Riesenshow

In Florida haben die Republikaner ihren Parteitag eröffnet - und wieder vertagt. Schuld daran ist Tropensturm "Isaac", der das Programm durcheinanderwirbelt. Doch die Partei braucht das Spektakel.

Stiller Auftakt der Krönungsmesse für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney: Wie angekündigt vertagten die Republikaner ihren Wahlparteitag in Tampa nach der symbolischen Eröffnung wegen des Tropensturms "Isaac" um 24 Stunden. Erst am Dienstag soll das Politik-Spektakel mit der offiziellen Nominierung Romneys und den Reden dutzender Parteigranden tatsächlich beginnen.

Zum Auftakt aktivierte Parteichef Reince Priebus vor weitgehend leeren Rängen im Kongresszentrum von Tampa zwei Schuldenuhren, mit denen die Republikaner die Höhe der US-Staatsverschuldung von derzeit rund 15,9 Billionen Dollar sowie die Entwicklung des Schuldenstandes während des Parteitags anzeigen wollen. Damit solle die "haushaltspolitische Rücksichtslosigkeit" der Regierung von Präsident Barack Obama demonstriert werden, erklärte Priebus.

Linke Proteste

Das Kongresszentrum liegt direkt an der Bucht von Tampa. Auch wenn "Isaac" die Region im Westen Floridas nach neuen Vorhersagen weitgehend verschonen soll, wurde mit heftigen Regenfällen gerechnet. Der Tropensturm nahm am Montag Kurs auf die Golfküste, am Dienstag soll er in Louisiana, Mississippi und Alabama auf Land treffen. Er weckt Erinnerungen an den Hurrikan "Katrina", der vor sieben Jahren die Gegend um New Orleans verwüstete.

Romney erklärte am Montag im Bundesstaat New Hampshire, dass er in Gedanken bei den Menschen in den betroffenen Regionen sei. "Wir hoffen, dass ihnen größere Zerstörungen erspart bleiben", sagte er. Eine Absage des Parteitags lehnte Romney ab. "Wir haben eine großartige Convention vor uns." Für Romney ist das dreitägige Ereignis eine Gelegenheit, sich vor der Präsidentschaftswahl Anfang November an weite Schichten der Bevölkerung zu wenden.

In einem Park in Tampa kamen am Montag knapp 200 linksgerichtete Demonstranten bei strömendem Regen zu einer Protestkundgebung gegen die Politik der Republikaner zusammen. Sie warfen der Partei vor, nur die Interessen der Reichen im Blick zu haben. Die Organisatoren der "Koalition für den Marsch auf den republikanischen Parteitag" machten das schlechte Wetter für die geringe Beteiligung verantwortlich.

Die Parteiführung hatte am Sonntag ein verkürztes Programm für den Parteitag veröffentlicht. Am Dienstag soll Romney demnach von den Delegierten offiziell nominiert werden, anschließend sind Reden des Chefs des Repräsentantenhauses, John Boehner, sowie des Gouverneurs von New Jersey, Chris Christie, vorgesehen.

Auch Romneys Frau Ann, die eigentlich am Montag sprechen sollte, wird den Angaben zufolge nun am Dienstagabend ans Rednerpult treten. Im Mittelpunkt des Mittwochs steht weiterhin die Rede des Vizekandidaten Paul Ryan, am Donnerstag soll Romney dann die Nominierung auf dem Höhepunkt des Parteitags annehmen.

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