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"Occupy"-Jahrestag Ein letztes Mal Party

In New York haben Hunderte Anhänger den ersten Jahrestag der "Occupy"-Bewegung gefeiert. Die Polizei war vor Ort - doch es blieb weitgehend ruhig. Längst ist die Kritik im Mainstream aufgegangen.

Zum ersten Jahrestag der Gründung der kapitalismuskritischen Bewegung Occupy Wall Street haben in New York etwa tausend Menschen demonstriert. Die Teilnehmer versammelten sich im Zuccotti-Park nahe der Börse, wo die Bewegung vor einem Jahr entstanden war. Der Protest fiel jedoch wesentlich kleiner aus als damals.

Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot vor Ort und nahm nach eigenen Angaben 135 Menschen fest. Augenzeugen hatten zuvor von 70 Festnahmen berichtet. Die Straßen rund um die Börse wurden unter anderem von berittenen Polizisten abgeriegelt, die alle Passanten kontrollierten. Viele Demonstranten versuchten erfolglos, zur Börse vorzudringen. Der Handelsbetrieb wurde nicht gestört.

Massiver Bedeutungsverlust

Kapitalismuskritiker hatten im September vergangenen Jahres ein Zeltlager im Zuccotti-Park errichtet, um gegen die Macht der Banken zu protestieren. Die Occupy-Bewegung verbreitete sich von New York aus um die Welt und hatte zwischenzeitlich eine riesige Anhängerschar. Mitte November 2011 demonstrierten in New York etwa 30.000 Menschen. Inzwischen verlor Occupy massiv an Bedeutung. Längst ist die Kritik im Mainstream aufgegangen.

Auch in Frankfurt am Main hatte es vor der Europäischen Zentralbank zehn Monate lang ein Occupy-Camp gegeben, das Anfang August nach einem Rechtsstreit aufgelöst wurde. Zum Zeitpunkt der Räumung befanden sich in dem Camp laut Polizei etwa 80 Menschen. Die Stadt begründete die Auflösung des Camps vor allem mit hygienischen Missständen in dem Lager.

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