Bundestags-Bahncard
Steinbrück nutzte Gratiskarte für Vortragsreisen
Neue Vorwürfe gegen SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück. Offenbar nutzte er seine Abgeordneten-Bahncard für kostenlose Reisen zu Honorarvorträgen. Die Anreise ließ er sich womöglich dennoch bezahlen.
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist nach Informationen der "Bild"-Zeitung offenbar mehrfach mit der Netzkarte der Bahn für Bundestagsabgeordnete umsonst zu Honorar-Vorträgen gereist. Steinbrück habe bei solchen Reisen "wahrscheinlich" die Deutsche-Bahn-Netzkarte genutzt, sagte dessen Sprecher Michael Donnermeyer.
"Alle Reisekosten, die Peer Steinbrück im Rahmen seiner Vortragsaktivitäten entstanden sind, wurden beim jeweiligen Veranstalter abgerechnet", erklärte Donnermeyer weiter. "Dem Deutschen Bundestag und damit dem Steuerzahler sind daraus keine Kosten entstanden." Steinbrücks hohe Einkünfte aus Vortragsveranstaltungen sind seit Wochen im Gespräch. Insgesamt soll der SPD-Politiker laut Medienberichten seit 2009 Nebeneinkünfte von rund zwei Millionen Euro erzielt haben; davon hat er bisher 1,25 Millionen Euro aus Vortragshonoraren veröffentlicht.