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Zweites Madrid Bonn drohte Terror-Katastrophe

Die Bombe vom Bonner Hauptbahnhof war höchst gefährlich. Bei der Detonation hätte sie wohl eine ähnliche Wirkung entfalten können, wie die Sprengsätze bei den Zuganschlägen in Madrid im Jahr 2004.

Der im Bonner Hauptbahnhof gefundene Sprengsatz war nach Angaben der Bundesanwaltschaft höchst gefährlich. In der Sporttasche habe sich ein mit Ammoniumnitrat gefülltes Metallrohr befunden, um das vier Butangas-Kartuschen gebunden gewesen seien, sagte der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum in Karlsruhe. "Es war ein höchst gefährlicher Sprengsatz." Ob die Bombe tatsächlich funktionsfähig war, sei aber noch nicht geklärt. Laut "FAZ" hätte der Sprengsatz bei einer Detonation eine ähnlich verheerende Wirkung gehabt wie der Anschlag von Madrid 2004. Dabei waren 191 Menschen ums Leben gekommen.

Zwar sei eine Zündvorrichtung mit einem batteriebetriebenen Wecker gefunden worden, aber noch kein Zünder, sagte Griesbaum. Für eine Explosion sei jedoch eine Initialzündung erforderlich. Es könnte sein, dass ein Zünder bei der Entschärfung zerstört oder weggeschleudert wurde. Die kriminaltechnische Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen, sagte Griesbaum.

Die Bundesanwaltschaft hat bislang die Ermittlungen nicht an sich gezogen. Es bestünden keine ausreichenden Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund, sagte Generalbundesanwalt Harald Range. Bis auf weiteres bleiben die Ermittlungen damit bei der Staatsanwaltschaft Bonn.

Zwei jugendliche Zeugen hatten am Bahnhof einen Mann beobachtet, der die Sporttasche nach ihren Angaben direkt vor ihnen abgestellt hatte. Die Polizei sucht derzeit mit einem <a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="coremedia:///cap/resources/1698718" xlink:show="new" xlink:type="simple">Phantombild</a> nach dem Mann. "Interessant war, dass aus der Tasche blaue Drähte herausragten und dass man auch durch die geöffnete Tasche sehen konnte: Kabel, längliche Behältnisse und einen Wecker", erläuterte Griesbaum.

Zwei Verdächtige, die am Dienstag festgenommen worden waren, waren noch am selben Abend wieder freigekommen. Ein erster Tatverdacht habe sich nicht erhärtet, berichtete die Kölner Polizei. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen stehen die beiden Männer der Islamistenszene nahe.

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