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Neue Regierung, alte Idee Japan plant Bau neuer Atomkraftwerke

Ein Erdbeben, ein Tsunami: Das Resultat ist die Kernschmelze im AKW Fukushima. Es ist das folgenschwerste Atomunglück seit Tschernobyl 1986. Danach plant Japan den Atomausstieg. Nun die Wende.

Trotz des öffentlichen Widerstands gegen die Atomkraft infolge der Katastrophe von Fukushima hat sich Japans neuer Regierungschef Shinzo Abe für den Bau neuer Reaktoren ausgesprochen. Diese würden sich von solchen wie in Fukushima unterscheiden, sagte Abe laut japanischen Medienberichten. Durch den Tsunami von 2011 seien nur die Reaktoren in Fukushima beschädigt worden, während andere Kraftwerke der Region weitgehend intakt geblieben seien, sagte Abe in einem Interview mit dem Sender TBS, aus dem japanische Zeitungen und Agenturen zitierten.

Abe hatte während des Wahlkampfs die Ansicht vertreten, Japan könne sich aus wirtschaftlichen Gründen den Ausstieg aus der Atomkraft nicht leisten. Es war jedoch das erste Mal seit seinem offiziellen Amtsantritt am Mittwoch, dass er sich klar für den Bau neuer Atomreaktoren aussprach. Beobachter rechnen damit, dass Japan sein Atomprogramm unter der Regierung von Abes konservativer Liberaldemokratischer Partei (LDP) wiederaufnimmt.

Durch das verheerende Erdbeben und den anschließenden Tsunami war das Atomkraftwerk Fukushima im Nordosten Japans im März 2011 schwer beschädigt worden. Die Naturkatastrophe führte zur Kernschmelze in der Atomanlage in Fukushima, der folgenschwersten Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl 1986. Die Mitte-links-Regierung von Abes Vorgänger Yoshihiko Noda hatte sich langfristig für einen Verzicht auf die Atomkraft ausgesprochen.

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