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Politik Härtere Strafen für Sexualverbrechen in Indien

Indiens Präsident Pranab Mukherjee hat härtere Strafen für Sexualdelikte angeordent. Der Staatschef habe das neue Gesetz, das nach der Gruppenvergewaltigung einer jungen Studentin auf den Weg gebracht worden war, mit sofortiger Wirkung in Kraft gesetzt, erklärte das Präsidialamt. Die Neuerungen sollen dem Parlament zur Zustimmung zugeleitet werden. Die Mindeststrafe für Gruppenvergewaltigungen sowie für Vergewaltigung Minderjähriger, durch einen Polizisten oder einen Inhaber des Sorgerechts steigt von zehn auf 20 Jahre und kann auf lebenslang ausgeweitet werden.

Delikte wie Voyeurismus sowie Stalking werden in das Strafregister mit aufgenommen. In schweren Fällen kann die Todesstrafe verhängt werden, obgleich diese in Indien selten vollstreckt wird. Zuvor hatte eine Regierungskommission härtere Strafen für Sexualdelikte empfohlen. Am Freitag hatte die Regierung das Gesetz angenommen.

Die Kommission war nach der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer 23-Jährigen Mitte Dezember einberufen worden. Frauenrechtsaktivisten kritisieren allerdings, dass das neue Gesetz ohne eine wirkliche Debatte rasch verabschiedet worden sei.

Der Fall der jungen Frau hatte weltweit für Entsetzen gesorgt und in Indien eine Debatte über den Umgang mit Frauen in der Gesellschaft angestoßen. Im Zusammenhang mit der Gruppenvergewaltigung, die sich Mitte Dezember in Neu Delhi ereignete, stehen derzeit fünf Männer unter anderem auch wegen Mordes vor Gericht. Ihnen droht die Todesstrafe. Ein sechster Verdächtiger kommt vor ein Jugendgericht.

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