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Besuch bei der Truppe De Maizière erstmals bei "Patriot-Soldaten"

"Wir bleiben so lange wie nötig." Mit sechs Raketenabwehr-Staffeln schützt die Nato die Türkei vor Angriffen aus Syrien. 300 Bundeswehrsoldaten leisten ihren Beitrag.

Verteidigungsminister de Maizière hat bei seinem ersten Besuch der deutschen Raketenabwehr-Truppe in der Türkei die rein defensive Ausrichtung des Einsatzes bekräftigt. Die Nato-Partner unterstützten die Türkei, "damit aus syrischen Fähigkeiten keine syrischen Handlungen werden", sagte er bei dem gemeinsamen Truppenbesuch mit dem türkischen Verteidigungsminister Ismet Yilmaz und der niederländischen Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert.

Die USA, die Niederlande und Deutschland stellen jeweils zwei "Patriot"-Staffeln, die an unterschiedlichen Orten stationiert sind. Die deutsche Stellung liegt bei Kahramanmaras rund 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. "Wenn irgendjemand in Syrien auf dumme Gedanken kommen sollte, steht hier nicht die Türkei oder Deutschland oder die Niederlande, sondern die Nato insgesamt", betonte de Maizière. Er versicherte, dass der Einsatz der rund 300 Bundeswehrsoldaten "so lange wie nötig" dauern werde.

Yilmaz sagte, er hoffe auf ein schnelles Ende des Syrien-Konflikts. Er bedankte sich bei den Bündnispartnern für die positive und schnelle Antwort auf die Bedrohung aus dem Nachbarland. Sowohl Yilmaz als auch de Maizière stuften die derzeitige Bedrohung aber als gering ein. Hennis-Plasschaert schloss wie de Maizière eine offensive Nutzung der "Patriot-Raketen aus. "Innerhalb des derzeitigen Mandats ist das nicht möglich", sagte sie.

Die drei Verteidigungsminister besuchten auch niederländische Soldaten. Am Sonntag will Bundeskanzlerin Merkel zum Auftakt ihrer zweitägigen Türkei-Reise in Kahramanmaras Station machen.

Ankara hatte die Nato um Hilfe gebeten, nachdem im Grenzgebiet auf türkischer Seite mehrfach Granaten aus Syrien eingeschlagen waren. Dagegen können die "Patriots" zwar nichts ausrichten. Das syrische Regime verfügt aber auch über Raketen mit einer Reichweite von 700 Kilometern, die einen großen Teil des türkischen Staatsgebiets erreichen könnten. Vor solchen Angriffen sollen die Nato-Abwehrraketen schützen. Der Einsatz der Bundeswehr hatte vor gut sechs Wochen begonnen.

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