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Parlamentswahl in Italien Die Wahllokale sind geöffnet

Hochspannung in Italien: In einer Zeit anhaltender tiefer Rezession und drohender politischer Instabilität bestimmen die Italiener ihr neues Parlament.

Die Wahllokale öffnten für den zweitägigen Urnengang. Mehr als 50 Millionen Italiener sind nun aufgerufen, das Abgeordnetenhaus und den Senat neu zu bestimmen.

Die Finanzmärkte und europäische Politiker befürchten eine Unregierbarkeit des Krisenlandes ohne stabile Mehrheit oder auch eine Rückkehr des umstrittenen Ex-Regierungschefs Silvio Berlusconi. Auftrieb hatte in der Schlussphase des Wahlkampfs jedoch vor allem die populistische Protestbewegung «Fünf Sterne» des Komikers Beppe Grillo.

Als Favorit gilt das Mitte-Links-Bündnis mit dem Spitzenkandidaten Pier Luigi Bersani. Grillo und das Mitte-Rechts-Lager Berlusconis schienen sich vor dem Urnengang ein Rennen um den zweiten Rang zu liefern. Das Bündnis der Mitte des Ex-EU-Kommissars und früheren Regierungschefs Mario Monti droht abgeschlagen als viertstärkste Kraft aus den Wahlen hervorzugehen.

Finanzmärkte und europäische Politik setzen auf eine Koalition Bersanis mit Monti, die den eingeschlagenen Reformkurs fortsetzen wollen. Berlusconi und Grillo vertreten hingegen eher eine europakritische Haltung.

Im Senat könnte es ein Patt der politischen Bündnisse geben. Die Wahlen waren leicht vorgezogen worden, nachdem der parteilose Regierungschef und Reformer Monti im Dezember von seinem Amt zurückgetreten war.

Mit aussagekräftigen Hochrechnungen wird am Montagabend gerechnet. In der Lombardei sowie den Regionen Latium und Molise gibt es auch Regionalwahlen.

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