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Bostoner Terrorverdächtiger Flatternde Plane beendet die Jagd

Tausende Polizisten und FBI-Agenten suchten nach Dschochar Zarnajew. Am Ende war es ein argloser Familienvater, der den Flüchtigen fand - erschöpft und blutend unter einer Plastikplane.

Dass der zweite mutmaßliche Bombenleger von Boston gefunden wurde, ist nach Medienberichten einer flatternden Bootsplane zu verdanken - und David Henneberry. Tausende schwer bewaffnete Polizisten hatten Dschochar Zarnajew stundenlang ohne Erfolg gejagt.

Henneberry, bislang unbekannter Einwohner des Vorortes Watertown, hatte wie viele andere den ganzen Tag wegen des Polizei-Großeinsatzes im Haus bleiben müssen. Als die Ausgangssperre endlich aufgehoben wurde, ging er mit seiner Frau nach draußen, um frische Luft zu schnappen und sich die Beine zu vertreten, wie sein Stiefsohn Robert Duffy dem Nachrichtensender CNN berichtete.

Im Garten hinterm Haus fiel ihm etwas auf: "Die Plane seines winterfest gemachten Bootes flatterte im Wind." Was merkwürdig war - denn selbst den Winterstürmen hatte sie standgehalten. Henneberrys erster Gedanke war, dass sich ein Tier dort verkrochen haben könnte, vielleicht ein Eichhörnchen. Aber aus der Nähe sah er, dass einer der Haltegurte durchgeschnitten war.

Henneberry kletterte auf eine Leiter, um einen Blick hinein zu werfen. "Er steckte seinen Kopf unter die Plane und sah eine Blutlache", erzählte Duffy weiter. Dann erkannte er im Dunkeln, dass dort jemand oder etwas zusammengekauert lag. Der Rest ist Geschichte: Henneberry wählte 911 und alarmierte die Polizei.

Dass er nicht losgeschrien habe, mache ihn zum Helden, sagte Duffy. Die Beamten brachten zunächst Henneberry und seine Frau bei Nachbarn in Sicherheit - alles ging so schnell, dass sie ihre Handys zurückließen. Duffy und seine Schwester machten sich große Sorgen, denn sie sahen die Bilder vom Haus im Fernsehen und hörten Schüsse, konnten Henneberry und die Mutter aber nicht erreichen. Erst rund 40 Minuten später erfuhr Duffy, dass alles okay war. 

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