Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Ermittlungen zur Vatikanbank Hochrangiger Geistlicher festgenommen

Die italienische Polizei hat den hochrangigen Vatikan-Geistlichen Nunzio Scarano festgenommen. Er soll in einen Geldwäsche-Skandal verwickelt sein. Ermittelt wird auch gegen einen Geheimdienstler.

Die italienische Polizei hat den vatikanischen Geistlichen Monsignor Nunzio Scarano wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem millionenschweren geplanten Geldtransfer festgenommen. Dem kürzlich suspendierten Funktionär der durch Geldwäscheskandale angeschlagenen Vatikanbank wird vorgeworfen, den heimlichen Transfer von 20 Millionen Euro in einem Regierungsflugzeug aus der Schweiz nach Italien geplant zu haben, wie Scaranos Anwalt Silverio Sica am Freitag mitteilte. Der Plan wurde letztlich nie in die Tat umgesetzt.

Scarano sei ein Mittelsmann gewesen, sagte Sica. Freunde hätten ihn gebeten, 20 Millionen Euro, die ein Börsenhändler in der Schweiz für sie hätte investieren sollen, zurück zu beschaffen. Der Händler, Giovanni Carenzio, willigte schließlich ein und ein italienischer Geheimdienstagent, Giovanni Maria Zito, sollte das Geld daraufhin in einem Regierungsflugzeug nach Rom bringen.

Der Plan scheiterte, weil Carenzio sich nach einer anfänglichen Zusage weigerte, das Geld zu übergeben. Zito verlangte trotzdem die ihm zugesicherte Provision und erhielt zunächst einen Scheck über 200.000 Euro, die Hälfte des Betrages. Auch Carenzio und Zito wurden festgenommen.

Bereits Geldwäsche-Verfahren anhängig

Für Scarano häufen sich derzeit nun die Probleme mit der Justiz. In der südlichen Stadt Salerno läuft derzeit ein Verfahren gehen ihn wegen Geldwäsche über sein Konto bei der Vatikanbank. 2009 soll er 560.000 Euro Bargeld aus dem Vatikan nach Italien geschleust haben, um damit eine Hypothek auf sein Haus in Salerno zu bezahlen. Sein Anwalt sagte, Scarano habe 56 Bekannten jeweils 10.000 Euro übermittelt, um das Geld unbemerkt in Italien einzuführen. Ursprünglich soll es sich bei dem Geld um Spenden gehandelt haben, die für ein Pflegeheim für unheilbar Kranke in Salerno bestimmt waren.

Papst-Sprecher Federico Lombardi sagte diese Woche, der Vatikan werde im Fall Scarano angemessene Maßnahmen ergreifen. Papst Franziskus hatte am Mittwoch eine Kommission mit der Untersuchung der Aktivitäten der angeschlagenen Vatikanbank beauftragt. Der Untersuchungskommission gehören fünf Mitglieder an. Sie dürfen im Auftrag des Papstes jegliche Dokumente und Daten über die Bank sichten und zusammentragen, ohne Rücksicht auf Geheimhaltungsklauseln der betroffenen Informationen. Die Bank soll ihre Geschäfte aber unbehindert fortsetzen.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.
 
Mit Spannung wird der erste direkte Schlagabtausch zwischen Hillary Clinton und Donald Trump in der Fernsehdebatte erwartet.
Liveticker zur US-Präsidentschaftswahl
Bühne frei für erste TV-Debatte zwischen Clinton und Trump
Klaus Lederer (li., Die Linke), Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (Mi., SPD) und der Grünen-Landesvorsitzende Daniel Wesener geben nach ihrem Sondierungsgespräch ein Statement ab.
Koalitionsgespräche
Partei-Chefs empfehlen Rot-Rot-Grün
Verschleierte Frauen auf einer Kundgebung des radikalen Salafistenpredigers Pierre Vogel. (Themenbild/Archiv)
Früher im Jungbauern-Kalender, heute radikale Konvertitin
Der zähe Kampf gegen die salafistischen Seelenfänger
Klaus Lederer (r-l), Spitzenkandidat der Partei Die Linke, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der Grünen-Landesvorsitzende Daniel Wesener. Foto: Jörg Carstensen
Sondierungsgespräche
Müller will rot-rot-grüne Koalitionsgespräche
Ex-Agent Werner Mauss steht zum Prozessauftakt im Verhandlungssaal des Landgerichts in Bochum (Nordrhein-Westfalen).
Werner Mauss vor Gericht
Auch ein Top-Agent sollte besser Steuern zahlen
Nach Angriff auf  Rebellenviertel Salaheddin in Aleppo
Baschar al-Assad lässt weiter bomben
Um Aleppo tobt eine unbarmherzige Schlacht
Heiko Maas: Das Löschen strafbarer Inhalte geschieht noch immer «viel zu wenig und viel zu langsam». Foto: Bernd von Jutrczenka
Facebook räumt Mängel ein
Maas zu Hass im Netz: Lage ist besser, aber noch nicht gut
Alexej Gawrilko, ein Separatistenkämpfer aus Donezk.
Bizarre Konferenz
Moskau lädt zum Weltgipfel der Anti-Globalisten
Ex-Agent Werner Mauss (l) steht zum Prozessauftakt im Verhandlungssaal des Bochumer Landgerichts. Foto: Ina Fassbender
Steuerstrafverfahren
Ex-Agent Werner Mauss schweigt vor Gericht
Besonders verbreitet ist die Arbeit auf Abruf in der Gastronomie. Foto: Axel Heimken/Symbolbild
Vor allem Geringqualifizierte
Millionen arbeiten auf Abruf
DW-Intendant Limbourg: «Wir fordern die türkische Seite nun auf dem Rechtsweg zur unverzüglichen Herausgabe unseres Videomaterials auf.» Foto: Oliver Berg
Streit um Friedmann-Interview
Deutsche Welle klagt in der Türkei
Die Kosten für die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen steigen.
Steuerzuschüsse gefordert
AOK droht mit höheren Beiträgen wegen Flüchtlingen
Optisch und politisch verändert: Martin Delius (Die Linke).
Was wurde aus den Piraten?
Von steilen Karrieren und ganz tiefen Abstürzen
Eine Studie soll klären, welches Umgangsrecht für Kinder das beste ist. Eine Änderung am Procedere sorgt nun für Protest.
Familienministerium
An Schwesigs Trennungskinder-Studie werden Zweifel laut
Michel Friedman hatte das Interview mit dem türkischen Minister geführt. Die Themen seien vorab besprochen gewesen, hieß es seitens des Senders.
Beschlagnahmtes Video
Deutsche Welle verklagt türkische Regierung
Flüchtlinge an der Küste der griechischen Insel Lesbos.
ProAsyl kritisiert Flüchtlingspolitik
"Das Fundament unserer Gesellschaft droht zu zerbröseln"
Wackelfiguren mit Köpfen des republikanischen Kandidaten Trump und der demokratischen Kandidatin Clinton in einem Souvenirshop in Washington. Foto: Kay Nietfeld/Archiv
US-Präsidentschaftskandidaten
Spannung vor TV-Duell Clinton gegen Trump
Asylbewerber warten im «Ankunftszentrum für Flüchtlinge» im hessischen Gießen. Foto: Boris Roessler
Schwankende Quoten
Pro Asyl sieht politische Motive hinter Asyl-Anerkennung
Aleppo war in den vergangenen Tagen laut UN den schlimmsten Angriffen des Syrien-Konflikts ausgesetzt.
UN schildern Lage in Aleppo
"Wir hörten die Worte 'nie da gewesen'"
Hat sich mit den US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump getroffen: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv
Israelischer Ministerpräsident
Netanjahu trifft Clinton und Trump in New York