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Neue Gewaltwelle Ausländer fliehen aus Ägypten

Die Opposition will Präsident Mursi in die Knie zwingen, doch bislang ergreifen nur Ausländer die Flucht. Nach den jüngsten Krawallen stehen Amerikaner und Europäer am Kairoer Airport Schlange.

Nach dem jüngsten Gewaltausbruch haben zahlreiche Ausländer Ägypten verlassen. Wie aus Kreisen des Kairoer Flughafens verlautete, waren sämtliche Flüge in die USA, nach Europa und in die Golfstaaten ausgebucht. Auch Mitarbeiter und Familienangehörige der US-Botschaft - insgesamt 45 Personen - verließen den Angaben nach per Flugzeug das Land.

Am Freitag waren bei Demonstrationen gegen den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi mindestens drei Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Unter den Toten war ein US-Bürger. Am Sonntag wollen die Regierungsgegner mit Millionen Unterschriften Mursi zum Rücktritt zwingen. Es droht eine weitere Eskalation.

USA warnt vor Ägypten-Reisen

Das US-Außenministerium warnte Amerikaner vor nicht unbedingt nötigen Reisen in das Land. Alle US-Bürger wurden dringend aufgefordert, alle Demonstrationen in Ägypten zu meiden, weil selbst friedliche Versammlungen schnell gewalttätig werden könnten.

Bei der Massenschlägerei im Stadtteil Sidi Gaber war zuvor bereits ein Ägypter getötet worden. In Port Said kam ein ägyptischer Journalist ums Leben, als bei einer Demonstration ein Butangasbehälter von Feuerwerkskörpern getroffen wurde und explodierte. Nach Angaben der Zeitung "Al-Ahram" war es ein Unfall, bei dem auch zwölf Menschen verletzt wurden.

Die Protestbewegung will ein Jahr nach dem Amtsantritt von Präsident Mohammed Mursi seinen Rücktritt erzwingen. Die islamistische Führung des Landes lehnt Neuwahlen ab. Mursi war 2012 bei der ersten freien Präsidentschaftswahl mit knapper Mehrheit gewählt worden. Eine Protestbewegung will am Sonntag, dem Jahrestag seiner Vereidigung, mehr als 20 Millionen Unterschriften von Bürgern übergeben, die seine Absetzung und Neuwahlen fordern.

Unterstützung für Mursi

Die Demonstranten, die in Kairo, Al-Mahalla und Alexandria durch die Straßen marschierten, waren jedoch nicht die einzigen, die trotz des heißen Wetters mit Plakaten um die Unterstützung der Bürger warben. Tausende von Anhängern der islamistischen Parteien hielten im Kairoer Vorort Nasr-City eine Kundgebung unter dem Motto "Die Legitimität ist die rote Linie" ab.

Vor der Rabea al-Adawija Moschee in Kairo sammelten sich am Abend etwa 20.000 Menschen. Mehrere Redner warfen der Protestbewegung vor, sie werde "aus dem Ausland unterstützt, von Staaten, die nichts Gutes für Ägypten wollen". Sie betonten, Mursi werde nicht vor Ende seiner vierjährigen Amtszeit zurücktreten. Auch auf dem Tahrir-Platz, wo sich die Gegner der Islamisten sammelten, wurde es am Abend voll.

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