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Verteidigungsministerium schweigt Wird de Maizière neuer NATO-Chef?

Drohnenaffäre, umstrittener Helikopter-Deal, teure "Eurofighter": Seit Wochen steht Thomas de Maizière in der Kritik. Trotzdem hat der Verteidigungsminister gute Chancen, neuer NATO-Chef zu werden.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière wird nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" möglicherweise als NATO-Generalsekretär nach Brüssel wechseln. Der CDU-Politiker gelte als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des bisherigen Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen, berichtet das Magazin. Von allen bislang gehandelten Kandidaten habe der Deutsche die größten Chancen. Aus dem Verteidigungsministerium gab es zunächst keinen Kommentar.

De Maizière, ein enger Vertrauter von Kanzlerin Angela Merkel, steht seit Wochen wegen der eingestellten "Euro Hawk"-Drohne, eines umstrittenen Helikopter-Deals und überteuerten "Eurofightern" unter Druck. Mit dem Wechsel nach Brüssel könnte de Maizière die Probleme hinter sich lassen.

Der 59-Jährige leitet das Ressort seit März 2011. Dem "Spiegel" zufolge wird weder im Ministerium noch im Kanzleramt und auch nicht im NATO-Hauptquartier ausgeschlossen, dass er nach der Bundestagswahl seinen Anspruch auf das Amt des Generalsekretärs anmeldet. Der Posten wird im Sommer 2014 frei. Als einziger Deutscher leitete bislang der CDU-Politiker Manfred Wörner die Allianz, von 1988 bis 1994.

Als Kandidaten sind auch der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski, Belgiens Verteidigungsminister Pieter De Crem und der ehemalige italienische Außenminister Franco Frattini im Gespräch. Derzeit wird die NATO vom ehemaligen dänischen Ministerpräsidenten Rasmussen geführt. Er ist seit 2009 im Amt.

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