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Keiner traut Baschar al-Assad Vereinte Nationen prüfen Giftgasattacken in Syrien

Für viele westliche Länder steht fest: Assad hat in Syrien Giftgas gegen die Bevölkerung eingesetzt. Letzte Zweifel sollen UN-Experten ausräumen. Doch für die Beweisaufnahme könnte es zu spät sein.

Die Chemiewaffeninspekteure der Vereinten Nationen wollen heute mit der Untersuchung des angeblichen Giftgasangriffes östlich von Damaskus beginnen. Am Sonntag hatte das syrische Regime überraschend der Untersuchung zugestimmt, nachdem den UN-Experten zunächst der Zugang in das Gebiet verwehrt worden war. Die Vereinbarung ist auch ein Verdienst der deutschen UN-Diplomatin Angela Kane, die sich dafür in Damaskus eingesetzt hatte.

Bei dem Angriff am Mittwoch sollen nach Behauptung der Rebellen mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen sein. Eine unabhängige Bestätigung gibt es nicht. Die syrische Regierung weist den Einsatz chemischer Kampfstoffe zurück und beschuldigt stattdessen die Rebellen, Giftgas eingesetzt zu haben.

USA: "kaum Zweifel" an Assads Schuld

Das Weiße Haus hat angeblich "kaum Zweifel" daran, dass das syrische Regime von Baschar al-Assad in der vergangenen Woche Chemiewaffen eingesetzt hat. Das berichteten die "New York Times" und andere US-Medien unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsbeamten. Das jüngste Versprechen aus Damaskus, UN-Inspekteuren Zugang zum Ort des möglichen Angriffes zu gewähren, komme "zu spät, um glaubwürdig zu sein", wurde weiter aus einer E-Mail des Beamten zitiert, der auf Anonymität bestanden habe.

Der britische Außenminister William Hague befürchtet, dass Beweise bereits zerstört sein könnten. "Wir müssen realistisch sein, was das Ergebnis der Untersuchungen der UN-Inspekteure betrifft", sagte Hague dem Sender Sky News. "Natürlich können Beweise zerstört worden sein", betonte er mit Blick auf anhaltende Artillerie-Angriffe auf die betroffene Gegend östlich der Hauptstadt. Alle bisherigen Erkenntnisse deuteten in nur eine Richtung. Das Assad-Regime besitze chemische Waffen und habe sie bereits in der Vergangenheit in geringerem Umfang genutzt.

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen erklärt, dass in von der Organisation betreuten Krankenhäusern 3600 Menschen mit Symptomen von Nervengift behandelt worden seien. Von ihnen seien 355 gestorben.

Frankreich will "Tat nicht ungestraft zu lassen"

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon habe den Leiter der Gruppe, den schwedischen Professor Åke Sellström, angewiesen, dem Vorfall höchste Priorität zu geben, hieß es in New York. Ban bestätigte, dass Syriens Regierung die "nötige Zusammenarbeit" zugesagt habe. Dazu gehöre die "Einstellung der Feindseligkeiten an der Stelle des Vorfalls". Die Opposition hatte zuvor bereits erklärt, sie könne im Rebellengebiet die Sicherheit der Experten gewährleisten.

Die Berichte über den Giftgaseinsatz haben die Welt schockiert und den Ruf nach einer härteren Gangart gegen das Assad-Regime lauter werden lassen. Die USA zogen nach US-Medienberichten vier Zerstörer im östlichen Mittelmeer zusammen, die jeweils mit Marschflugkörpern als Hauptwaffen ausgestattet sind.

Frankreichs Präsident François Hollande machte Assad für den Giftgas-Einsatz verantwortlich. Es gebe ein "Bündel Belege" dafür, dass am 21. August Chemiewaffen eingesetzt worden seien, erklärte Hollande dem Élyséepalast zufolge. Alles deute darauf hin, dass das Regime dafür verantwortlich sei. Frankreich sei entschlossen, "diese Tat nicht ungestraft zu lassen".

Obama hatte bislang ein militärisches Eingreifen gescheut und damit eine Konfrontation mit Syriens Hauptverbündetem Russland vermieden.

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