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Wohl kein Zusammenhang mit Syrien Russland ortet Raketenabschuss im Mittelmeer

Russland hat zwei ballistische "Objekte" geortet, die vom zentralen Mittelmeer in Richtung Osten abgefeuert wurden. Die NATO prüft die Berichte. Einen Zusammenhang mit Syrien gibt es wohl nicht.

Das russische Verteidigungsministerium hat den Start zweier ballistischer Raketen aus dem Zentrum des Mittelmeeres Richtung Osten geortet. Das Abfeuern sei um 8.16 Uhr MESZ in einer Radarstation in der russischen Stadt Armawir rund 1200 Kilometer südlich von Moskau registriert worden. Das teilte das Ministerium am Dienstag russischen Agenturen zufolge mit. Auch drei Stunden später gab es keine weiteren Angaben zu dem Vorfall.

Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe Präsident und Oberbefehlshaber Wladimir Putin informiert. Es war zunächst unklar, ob die angeblichen Starts im Zusammenhang mit dem Syrien-Konflikt stehen. Die USA erwägen einen Militärschlag gegen das syrische Regime wegen des mutmaßlichen Einsatzes von Giftgas.

USA haben keine Rakete abgefeuert

Ballistische Waffen werden in einer steilen Flugkurve abgefeuert. Sie werden im Gegensatz zu Marschflugkörpern nur in der Startphase angetrieben. Bei längerer Reichweite verfügen ballistische Raketen über ein eigenes Steuerungssystem.

Die russische Botschaft in Damaskus teilte mit, keine Informationen über einen Raketenstart zu haben. Es habe weder Luftalarm noch Einschläge in der Stadt gegeben, sagte ein Diplomat. Die Agentur Itar-Tass zitierte einen Nato-Sprecher mit den Worten, das Verteidigungsbündnis prüfe die Informationen über den angeblichen Start. Die israelische Armee teilte auf Anfrage mit, sie wisse nichts von dem Abschuss.

Auch die USA gaben an, keine Rakete von Schiffen oder Flugzeugen im Mittelmeerraum abgefeuert zu haben.


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