Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Zu viele Migranten in der Klasse Schüler klagen wegen schlechter Noten

Mehrere Berliner Schüler klagen, weil sie zu schlechte Noten bekommen haben. Sie führen dies auf den zu hohen Migrantenanteil ihrer Klasse zurück - haben selbst aber auch ausländische Wurzeln.

Völlig absurde Klage oder längst überfällig? Vor dem Berliner Verwaltungsgericht wird derzeit ein besonderer Fall verhandelt: Weil ihre Kinder zu schlechte Noten nach Hause brachten, klagen die Eltern von drei Schülern gegen das Land Berlin. Sie führen das schlechte Abschneiden auf einen zu hohen Migrantenanteil in der Schulklasse zurück.

Die drei Schüler, zwei Jungen und ein Mädchen, haben selbst einen Migrationshintergrund und hatten das Probejahr am Neuköllner Leonardo-Da-Vinci-Gymnasium nicht bestanden. Für 63 Prozent ihrer Mitschüler ist deutsch nicht die Muttersprache. Die Kläger selbst besitzen laut rbb arabische beziehungsweise türkische Wurzeln.

In sechs der insgesamt acht siebten Klassen an dem Gymnasium soll der Anteil der Schüler nicht-deutscher Herkunft zwischen 38 und 63 Prozent gelegen haben, in den zwei Lateinklassen nur zwischen 13 und 29 Prozent. Auf diese Weise sei eine Diskriminierung geschaffen worden, für die es keinen Ausgleich gegeben habe, so der Rechtsanwalt der klagenden Familien gegenüber der "Berliner Morgenpost". "Diese Klassenzusammensetzung war ungerecht", fügt er hinzu.

Inzwischen besuchen die Schüler eine Sekundarschule

Für Heinz Buschkowksy (SPD), Bürgermeister des Bezirks Neukölln, ist der Fall die "irrste Klage des Jahres". "Das kann man ja ernsthaft nicht vortragen", so Buschkowksy im N24-Interview. In einem Berzirk wie Neukölln, in dem man 95 Prozent Migrantenkinder an einer Schule habe, seien 63 Prozent noch eine recht gute Marke. "Hier den Klassenkameraden die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist ein bisschen eigenbillig", so Buschkowksy gegenüber N24. Es gebe in Neukölln viele Migrantenkinder, die Abitur machen würden - auch mit Einser-Abschlüssen.

Der bildungspolitische Sprecher der Grünen in Berlin begrüßte dagegen die Klage. Dem rbb sagte Özcan Mutlu, die Schulen müssten für eine bessere Durchmischung der Klassen sorgen. Die Praxis in dem Neuköllner Gymnasium sei leider kein Einzelfall. Inzwischen besuchen die drei Schüler eine integrierte Sekundarschule. Auf ihr altes Gymnasium wollen sie nicht mehr zurückkehren. Dennoch soll das Gericht feststellen, dass sie an ihrer alten Schule in die nächste Klasse hätten versetzt werden können.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Hier kann nicht mehr kommentiert werden.
 
Die südkoreanische Staatspräsidentin Park Geun Hye ist regulär noch bis Februar 2018 im Amt. Foto: Jeon Heon-Kyun
Korruptionsaffäre
Südkoreas Parlament entscheidet über Entmachtung von Park
Frank-Walter Steinmeier spricht beim Außenministertreffen der OSZE in Hamburg. Foto: Christian Charisius
10 000 Polizisten im Einsatz
OSZE-Ministertreffen in Hamburg geht zu Ende
Außenminister Frank-Walter Steinmeier führt derzeit mit knapp 80 Prozent die Rangliste der beliebtesten Politiker in Deutschland an.
Deutschlandtrend
Auch AfD-Anhänger wollen Steinmeier als Bundespräsidenten
Hat in Deutschland kräftig an Beliebtheit zugelegt: der in die Bundespolitik wechselnde EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Foto: Martin Schulz
Nun gleichauf mit Merkel
Martin Schulz legt an Beliebtheit zu
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD).
Rot-Rot-Grün in Berlin
Testlauf für die Zukunft ohne Merkel
Eine syrische Familie im Flüchtlingslager Ritsona, nördlich von Athen.
Ab März 2017
EU will Flüchtlinge wieder nach Griechenland zurückschicken
Russlands Außenminister Sergej Lawrow.
Kampfhandlungen unterbrochen
Russland verkündet Pause der syrischen Angriffe in Aleppo
Scott Pruitt ist ein Befürworter fossiler Energien.
Kommentar
Trump und der Umweltschutz - Radikaler Pendelausschlag in die andere Richtung
Martin Schulz hätte laut Deutschland-Trend bessere Chancen für eine Kanzlerkandidatur als Sigmar Gabriel.
Deutschlandtrend
Die größte Gefahr für Merkel wäre jetzt – Martin Schulz
Vor allem Deutschtürken bekunden immer wieder ihre tiefe Verbundenheit mit ihrem Herkunftsland.
Doppelpass-Beschluss
So macht sich die CDU noch unattraktiver für Migranten
Smartphones im Unterricht? Ja, bitte!.
Digitaler Unterricht
Schüler sollen Smartphones nicht mehr abschalten
Manche Stimmen behaupten, Donald Trump sei sich der Fülle der Aufgaben gar nicht bewusst gewesen.
Schleppender Machtwechsel
Wenn das Trump-Team nur nach Toiletten-Schlüsseln fragt
Marine Le Pen, Chefin des französischen Front National.
Frankreich
Le Pen will Ausländer für Schule bezahlen lassen
Jérôme Cahuzac wird von Polizisten aus dem Gericht in Paris eskortiert.
Codename "Birdie"
Das Ende des Mannes, der Frankreich ins Gesicht log
Die Angeklagte Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts München.
NSU-Prozess
Beate Zschäpe gibt ihre Antwort zum Mordfall Peggy
Kontrollen am Atatürk-Flughafen in Istanbul: Die Türkei erschwert deutschen Diplomaten derzeit die Ein- und Ausreise. Foto: Sedat Suna/Symbol
Spannungen nehmen weiter zu
Türkei erschwert deutschen Diplomaten Ein- und Ausreise
Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln wird ein Mann am Hauptbahnhof von Polizeibeamten abgeführt.
Fakten im Überblick
Die Wahrheit über die Kriminalität von Zuwanderern
Die britische Premierministerin Theresa May.
Britische Premierministerin
May distanziert sich von Johnsons Puppenspieler-Aussagen
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
Sprechen sie Deutsch?
Schweizer fühlen sich von türkischer Polizei schikaniert
Das Weiße Haus bekommt bald einen neuen Bewohner, doch die Obama-Regierung wartet weiterhin auf Bewegung bei der Übergabe der Regierungsgeschäft. Foto: Rainer Jensen
Obama-Team: Funkstille
Übergabe der Regierungsgeschäfte: Trump angeblich hinterher