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Beitrittskandidaten Das sind die Anwärter für die EU

Und ewig lockt Europa: Die EU-Kommission hat wie jedes Jahr die Fortschritte zu den EU-Anwärtern bewertet. Welche Länder könnten bald EU-Staaten werden?

Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihren Fortschrittsbericht zu den möglichen Beitrittskandidaten für die Europäische Union vorgelegt. Darin empfiehlt EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle unter anderem eine Fortsetzung der Verhandlungen mit der Türkei, obwohl die Regierung in Ankara wegen ihres Umgangs mit den Protesten im Frühsommer heftige Kritik auf sich gezogen hat. Wie bewertet der Kommissionsberichts die anderen Länder?

Türkei (Beitrittskandiat)

Die Kommission lobt die Reformen der Türkei im Justizwesen und bei der Demokratisierung. Auch der Friedensprozess mit den Kurden im Südosten des Landes wird positiv hervorgehoben. Allerdings sei das politische Klima geprägt durch eine Polarisierung der Bevölkerungsgruppen, was unter anderem zu den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten im Mai und Juni geführt habe. Die Türkei müsse eine wirkliche Demokratie aufbauen, die alle Gesellschaftsschichten erreiche, heißt es in dem Bericht. Auch die Grundrechte müssten stärker respektiert werden.

Serbien (Beitrittskandiat)

Der Kommissionsbericht unterstreicht, dass die Normalisierung der Beziehungen zwischen Serbien und seiner ehemaligen Provinz Kosovo weitergehen müsse. Zudem soll Serbien den Rechtsstaat stärken, die Korruption bekämpfen, die Pressefreiheit garantieren und den Schutz von Minderheiten gewährleisten.

Kosovo (Potenzieller Beitrittskandiat)

Das Kosovo wiederum ist sehr viel weiter entfernt von einem EU-Beitritt als Serbien. Die EU-Staaten gaben im Juni grünes Licht für Gespräche über ein Assoziierungsabkommen, das als Vorstufe zu Beitrittsverhandlungen gilt. Im Kommissionsbericht wird die Bereitschaft des Kosovo gelobt, unter Vermittlung der EU einen Dialog mit dem ehemaligen Kriegsgegner Serbien zu führen.

Montenegro (Kandidat)

Montenegro hat nach Ansicht der Kommission Fortschritte im politischen Bereich und beim Aufbau einer funktionierenden Marktwirtschaft gemacht. Allerdings müsse der Adria-Anrainer den Kampf gegen Korruption und Organisierte Kriminalität verstärken.

Mazedonien (Kandidat)

Der kleine Balkanstaat ist schon seit 2005 EU-Beitrittskandidat, doch vor allem der Namensstreit mit dem Nachbarland und EU-Mitglied Griechenland, in dem eine gleichnamige Provinz liegt, blockiert weitere Fortschritte. Die Kommission bescheinigt Mazedonien, die politischen Kriterien für eine Aufnahme in die EU zu erfüllen und empfiehlt das fünfte Jahr in Folge den Beginn von Beitrittsverhandlungen.

Island (Kandidat)

Der Inselstaat im Nordatlantik erfüllt dem Bericht zufolge alle politischen Kriterien für einen EU-Beitritt. Doch die Regierung in Reykjavik hat alle Verhandlungen auf Eis gelegt, so lange sich die Mehrheit des Landes in einem Referendum nicht für eine Fortsetzung der Gespräche ausspricht.

Albanien (Potenzieller Kandidat)

Wenn es nach der Kommission ginge, könnte Albanien mittlerweile schon ein offizieller Kandidat für die Aufnahme in die EU sein. Voraussetzung sei aber, dass Korruption und Organisierte Kriminalität weiter bekämpft würden. Albanien müsse vor Beitrittsverhandlungen zudem die Verwaltung reformieren und sich auf die Einhaltung von Recht und Gesetz konzentrieren.

Bosnien-Herzegowina (Potenzieller Kandidat)

Die deutlichste Kritik des Kommissionsberichts muss Bosnien-Herzegowina einstecken. Das Land habe sehr wenige Fortschritte dabei gemacht, die EU-Kriterien zu erfüllen. Eine gemeinsame Vision der führenden Politiker über die Zukunft des Landes sei nicht zu erkennen.

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