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Barack Obama und die Religion Der heimliche Christ

Barack Obama ist kein Politiker, der mit seinem Glauben kokettiert. Ganz im Gegenteil, der US-Präsident hält in Sachen Religion eher hinterm Berg. Doch Obama ist weitaus gläubiger, als viele denken.

Barack Obama ist ein Mann, der seine religiösen Überzeugungen nicht auf der Zunge trägt oder sonst irgendwie nach außen zeigt. Die gesamte First Family der USA geht eher selten in die Kirche, und so gut wie nie äußert sich der Präsident zu seiner Beziehung zum christlichen Glauben.

Aber weit entfernt vom Rampenlicht, im stillen Kämmerlein, so schildern langjährige Berater und Vertraute, pflegt Obama eine Spiritualität - und schöpft aus ihr in turbulenten Zeiten. Sie habe ihm mehr als einmal als Fundament gedient, als die Herausforderungen des Regierens nur schwer zu bewältigen waren, heißt es.

Und sie scheint für ihn auch eine Quelle der Kraft im Alltag zu sein - soweit ein US-Präsident wirklich so etwas wie einen Alltag erlebt. Jeden Morgen, seit er im Amt ist, noch bevor die meisten seiner Mitarbeiter im Weißen Haus eingetroffen sind, liest Obama einen religiösen Text - eine Art stille Andacht ganz allein. Die Texte werden von Joshua DuBois, einem spirituellen Berater, eigens für ihn geschrieben, er erhält sie auf seinem BlackBerry. Es sind biblische Schriften verwoben mit Reflexionen von literarischen Größen wie Maya Angelou und C.S. Lewis.

Und jedes Jahr am 4. August, seinem Geburtstag, versammelt Obama in einer Telefonkonferenz eine Gruppe von Geistlichen, die für ihn beten. In extrem schwierigen Situationen werden Gebetsgruppen mit prominenten religiösen Führungspersönlichkeiten organisiert. "Ich habe den Glauben des Präsidenten in dessen Amtszeit gewiss wachsen sehen", sagt DuBois.

Obama findet Rat in der Bibel

Obama selbst spricht, wenn überhaupt, nur allgemein über sein spirituelles Leben. "Manchmal greife ich zu biblischen Schriften, um zu entscheiden, wie ich am besten mein Leben als Präsident und das als Ehemann und Vater ausbalancieren kann", sagte Obama im Februar beim traditionellen Nationalen Gebetsfrühstück im Weißen Haus. "Ich suche oft Rat in der Bibel, um herauszufinden, wie ich ein besserer Mensch und wie ich ein besserer Präsident sein kann."

In den noch verbleibenden gut drei Jahren im Weißen Haus wolle Obama an seinen morgendlichen Meditationen, dem Geburtstagsgespräch mit den Geistlichen und spontanen Gebetsgruppen festhalten, sagt ein Regierungsbeamter, der anonym bleiben will. Wie er schildert, spricht Obama auch privat mit Mitarbeitern darüber, dass er sich seiner eigenen spirituellen Verantwortung für die Nation bewusst sei. Vor allem in Krisenzeiten, seien es verheerende Naturkatastrophen oder blutige Amokläufe, richten die Amerikaner ihren Blick auf den Präsidenten, als eine Quelle der Stärke und des Trostes.

"Dieses Amt lässt einen Menschen mehr beten", sagte Obama im vergangenen Jahr in einem Interview des Magazins "Cathedral Age". "Und wie Präsident Lincoln einst sagte: "Ich bin oft durch meine überwältigende Überzeugung auf die Knie gebracht worden, dass es keinen anderen Ort gab, zu dem ich hätte gehen können".

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