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Kinderrechtsaktivistin Schulen in Pakistan verbieten Malalas Buch

Privatschulen in Pakistan haben das Buch "Ich bin Malala" der jungen Aktivistin Malala aus ihren Schulen verbannt. Der Grund: Das Buch zeige nicht genug Respekt vor dem Islam.

Das Buch der jungen pakistanischen Aktivistin Malala ist in Privatschulen ihres Heimatlandes verboten worden. Grund sei, dass das Buch "Ich bin Malala" nicht genug Respekt vor dem Islam zeigte, teilten die Dachverbände von Zehntausenden Privatschulen am Sonntag mit. Millionen Kinder in Pakistan gehen angesichts des schlechten öffentlichen Schulsystems auf Privatschulen.

Malala setzt sich seit Jahren für die Rechte von Mädchen in Pakistan ein und war deshalb vor einem Jahr Opfer eines Mordanschlags der radikalislamischen Taliban geworden. Das Mädchen überlebte und lebt seither in Großbritannien. Während die heute 16-Jährige für ihren Einsatz im Westen als Heldin gefeiert wird, blühen in Pakistan die Verschwörungstheorien, wonach das Attentat auf sie inszeniert worden sei.

Malala präsentiere den Westen - nicht mehr den Islam

"Für mich repräsentiert sie den Westen, nicht uns", sagte der Präsident der All Pakistan Private Schools Management Association, Adeeb Javedani. Die 40.000 Schulen der Organisation seien angewiesen worden, das im Oktober erschiene Buch nicht in die Bibliotheken aufzunehmen und man habe auch die Regierung aufgefordert, das Buch vom Lehrplan zu streichen. Malala "war ein Vorbild für Kinder, aber dieses Buch hat sie umstritten gemacht", sagte der Vorsitzende eines zweiten Dachverbands, Kashif Mirza. "Durch dieses Buch wurde sie zum Werkzeug in den Händen westlicher Mächte."

Unter anderem kritisierte Mirza das Buch, weil es bei der Erwähnung des Propheten Mohammed nicht die übliche Abkürzung für die Formel "Friede sei mit ihm" (englisch: PUH) verwende. Zudem würden auch die in Pakistan verbotene muslimische Minderheit der Ahmadis sowie der Autor Salman Rushdie positiv dargestellt, der viele Muslime durch seine "Satanischen Verse" verärgert hatte, sagte Mizra.

Im Bezug auf Rushdie schreibt Malala in dem gemeinsam mit der britischen Journalistin Christina Lamb verfassten Buch, ihr Vater habe die "Satanischen Verse" als Beleidigung des Islams aufgefasst, sei aber gleichzeitig ein Verfechter der Meinungsfreiheit. Zu den mehr als zwei Millionen Ahmadis in Pakistan meint sie, diese fühlten sich selbst als Muslime, was die Regierung aber abstreite. "Leider werden diese Minderheiten oft angegriffen", schreibt Malala auch im Bezug auf die Christen.

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