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Kämpfe im Südsudan UNO geht von Tausenden Toten aus

Die blutigen Kämpfe im Südsudan drohen zu eskalieren: Nach dem Fund von Massengräbern gehen die Vereinten Nationen bereits von Tausenden Toten aus. Hilfsorganisationen befürchten das Schlimmste.

Bei den Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen im Südsudan sind nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) binnen einer Woche tausende Menschen getötet worden. Es bestehe "kein Zweifel" daran, dass die Zahl der Toten "in die tausende" gehe, sagte der stellvertretende Leiter der UN-Mission im Südsudan, Toby Lanzer, vor Journalisten in der Hauptstadt Juba. Seit Tagen wird die offizielle  Opferzahl mit 500 angegeben. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen äußerten aber die Befürchtung, dass die Zahl weit höher ist.

Zuvor hatte  der Fund von mindestens einem Massengrab mit 75 Toten in der jüngsten Nation der Erde die Angst vor einem ethnischen Blutvergießen geschürt. Nach UN-Angaben befanden sich in dem Grab im Norden des Landes die Leichen von 75 Soldaten der Volksgruppe der Dinka. Zudem zirkulierten Berichte über mindestens zwei weitere Massengräber in der Hauptstadt Juba, wie die UN-Menschenrechtsbeauftragte Navi Pillay in Genf erklärte.

In den vergangenen Tagen seien außergerichtliche Massenerschießungen dokumentiert worden und Menschen seien allein wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe Ziel von Angriffen gewesen, ergänzte Pillay. Sie äußerte sich sehr besorgt über mehrere hundert Zivilisten, die angeblich bei Hausdurchsuchungen in der Hauptstadt Juba verhaftet und an einen unbekannten Ort verschleppt wurden.

UN wollen mehr Blauhelme schicken

Im Südsudan kämpfen Anhänger von Präsident Salva Kiir gegen Verbündete seines ehemaligen Stellvertreters Riek Machar. Kiir gehört zur mächtigen Volksgruppe der Dinka, Machar zu den Nuer. Beide Männer stützen sich auf Einheiten des Militärs. Der Südsudan ist erst seit 2011 ein eigener Staat. Damals spaltete sich das ostafrikanische Land vom Sudan ab. Bei den jüngsten Kämpfen in dem völlig verarmten Land kamen in der vergangenen Woche Hunderte Menschen ums Leben.

Angesichts der anhaltenden Gewalt im Südsudan will UN-Generalsekretär Ban Ki Moon 5500 zusätzliche Blauhelmsoldaten und Polizisten in das Land schicken. Die Truppen sollen aus UN-Missionen in Kongo, Darfur, Abyei, der Elfenbeinküste und Liberia abgezogen und zur 7000 Mann starken Südsudan-Friedensmission stoßen, wie aus einem Brief Bans an den UN-Sicherheitsrat hervorgeht.

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