Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Ungewöhnliche Zusammenarbeit Deutschland vertritt weltweit israelische Bürger

Es ist ein historischer Deal: In Zukunft vertritt Deutschland weltweit israelische Bürger. In Ländern, in denen das Land keine Botschaft hat, können sich Israelis an deutsche Konsulate wenden.

Deutschland wird Israel konsularisch in solchen Ländern vertreten, in denen Tel Aviv nicht selbst präsent ist. Eine entsprechende Übereinkunft soll bei einem Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihres Kabinetts in der kommenden Woche in Jerusalem unterzeichnet werden. Israels Botschafter in Berlin, Yakov Hadas-Handelsman, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Israelische Bürger werden in Ländern, in denen es keine israelische Vertretung gibt, die Möglichkeit haben, eine deutsche Vertretung um Hilfe zu bitten und umgekehrt."

Der Besuch wird überschattet vom Streit zwischen Tel Aviv und der EU über den Umgang mit israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland. Die EU erkennt sie nicht als israelisches Staatsgebiet an und will künftig sicherstellen, dass Waren von dort regulär verzollt werden und keine für israelische Produkte gewährte Vergünstigungen erhalten. Israels Präsident Schimon Peres warnte davor: "Wer jetzt droht oder mit Sanktionen liebäugelt, macht alles schlimmer", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Man muss die Dinge steuern, indem man den Wandel unterstützt, nicht indem man bestraft."

Für israelische Bürger dürfte das Abkommen vor allem in islamischen Ländern wie Indonesien oder Malaysia Bedeutung haben, in denen Israel keine eigene diplomatische Vertretung unterhält.

Am Montag reist Merkel zu den fünften deutsch-israelischen Regierungskonsultationen nach Jerusalem. Das gesamte Kabinett mit Ausnahme von Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) begleitet sie dabei. Bei dem Treffen sollen unter anderem die Weichen für das Jubiläumsjahr 2015 gestellt werden: die Aufnahme diplomatischer Beziehungen vor 50 Jahren.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Hier kann nicht mehr kommentiert werden.