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Die Krim-Krise im Liveticker Bundeswehr beteiligt sich an OSZE-Mission

Nach dem Umsturz in Kiew steht die Halbinsel Krim zwischen den Fronten von Russland und der Ukraine. Droht nun ein Krieg? Die aktuellen Entwicklungen im Liveticker.

Liveticker hier aktualisieren!
Aktuelle Videos zur Lage in der Ukraine finden Sie hier.

22:46 Uhr: Wird aus G8 wieder G7?

Die Gruppe der sieben führenden Industrieländer (G7) erwägt angesichts der Spannungen auf der Krim ein Treffen in naher Zukunft. Er habe das Thema bei einem Telefonat mit US-Präsident Barack Obama zur Sprache gebracht und es gebe Diskussionen über ein Treffen in den kommenden Wochen, erklärte der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper. Ein solches Treffen würde demonstrativ unter Ausschluss Russlands stattfinden.

Die G7 wandelte sich 1998 in die G8 um, als Russland der Gruppe formell beitrat. Diplomaten hatten ein G7-Treffen als eine Möglichkeit der internationalen Gemeinschaft ins Spiel gebracht, um Russland für sein Gebaren in der Ukraine zu bestrafen. Die Vorbereitungen für den G8-Gipfel im Juni im russischen Austragungsort der olympischen Winterspiele Sotschi stoppten deshalb die G7-Länder USA, Deutschland, Japan, Kanada, Frankreich, Italien und Großbritannien.

22:33 Uhr: Bundeswehr schickt Beobachter in die Ukraine

Die Bundeswehr wird sich nach einem Zeitungsbericht mit zwei unbewaffneten Militärbeobachtern an der geplanten OSZE-Mission in der Ukraine beteiligen. Einem entsprechenden Ersuchen der ukrainischen Regierung an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sei Deutschland neben mehreren anderen Mitgliedstaaten gefolgt, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die militärische Beobachtermission soll schon an diesem Mittwoch auf die Krim reisen und dort die Lage sondieren. Ob die unbewaffneten Beobachter tatsächlich Zugang zur Krim bekommen, war zunächst unklar.

Krim-Krise in der UkraineStepMap


 

22:10 Uhr: USA waren über russischen Raketentest informiert

Die US-Regierung war über den russischen Test einer Langstreckenrakete vorab informiert. "Wir wurden über den Test Anfang der Woche  in Kenntnis gesetzt", sagte ein US-Regierungsvertreter. "Er kam nicht unerwartet."

Die in der Region Astrachan von einer mobilen Abschussrampe vom Testgelände Kapustin Jar bei Wolgograd abgefeuerte Rakete vom Typ RS-12M Topol habe ihr Ziel in Sary-Schagan in Kasachstan erfolgreich zerstört, teilten russische Behörden mit. Als Reaktion auf den von der NATO geplanten Raketenschild in Europa testete Russland zuletzt verstärkt neue Gefechtsköpfe. Nach Angaben eines Sprechers ging es bei dem Test darum, zu erproben, ob die Gefechtsköpfe in den Raketenschild "eindringen" könnten.

Interkontinentalraketen des Typs RS-12M Topol können mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden. Der Raketentyp wurde bereits in den 80er Jahren in Dienst gestellt und mehrfach verändert und modernisiert. Die maximale Reichweite beträgt 10.000 Kilometer.

21:40 Uhr: Erdogan telefoniert mit Putin

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer diplomatischen Lösung im Ukraine-Konflikt aufgefordert. In einem 25 Minuten dauernden Telefonat habe Erdogan zudem vor einer Destabilisierung der ganzen Region gewarnt, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Internationales Recht müsse Grundlage einer Lösung sein. Erdogan habe Putin aufgerufen, das Fundament für ein friedliches Zusammenleben von Ukrainern, Tartaren und Russen zu legen.

21:19 Uhr: Michelle Obama zeichnet ukrainische Sängerin aus

Die ukrainische Sängerin und Polit-Aktivistin Ruslana Lyschytschko ist in Washington von der amerikanischen First Lady Michelle Obama mit dem "International Women of Courage Award" (dt.: "Internationaler Preis für Frauen mit Mut") ausgezeichnet worden. Der Preis wird jährlich vom US-Außenministerium an Frauen verliehen, die beim "Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit, Menschen- und Frauenrechte" Courage gezeigt haben.

Lyschytschko, die mit dem Titel "Wild Dances" 2004 den Eurovision Song Contest gewann, gehört zu den prominenten Vertretern der pro-europäischen Protestbewegung in der Ukraine und ist während der Proteste mehrfach auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew aufgetreten.

20:45 Uhr: Russland testet Interkontinentalrakete

Inmitten der Krim-Krise hat die Atommacht Russland als Demonstration der Stärke eine mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete vom Typ Topol getestet. Die Rakete sei vom Truppenübungsgelände Kapustin Jar im Gebiet Astrachan im Norden Russlands gestartet worden, teilte der Sprecher des Moskauer Verteidigungsministeriums, Igor Jegorow, der Agentur Interfax zufolge mit. Das Geschoss sei wie geplant Tausende Kilometer südlich in der zentralasiatischen Republik Kasachstan auf dem Gelände Sary-Schagan eingeschlagen.

20:36 Uhr: Ukraine verschärft Sicherheitsvorkehrungen an Atomanlagen

Die Ukraine hat wegen der anhaltenden Krise die Sicherheitsvorkehrungen an ihren Atomanlagen verstärkt. Grund sei die "ernste Bedrohung der Sicherheit" durch das russische Militär, teilte die ukrainische Führung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mit.

Rechtswidrige Handlungen der russischen Streitkräfte auf ukrainischem Territorium und die Drohung mit Gewalt gefährdeten die Sicherheit der Ukraine, teilte der ukrainischen Vertreter bei der IAEA in einem Brief an die Atomenergiebehörde mit. Dies berge mögliche Folgen für die Atomanlagen in der Ukraine.

In dem Land sind 15 Atomreaktoren an vier AKW in Betrieb. Sie haben nach IAEA-Angaben im vergangenen Jahr fast 44 Prozent der Energie in dem Land geliefert.

20:10 Uhr: EU will ukrainische Konten einfrieren

Die Europäische Union will auf Wunsch der Übergangsregierung in Kiew die Konten von 18 Ukrainern einfrieren. Darauf hätten sich die europäischen Regierungen verständigt, teilten EU-Diplomaten mit. Der Schritt muss noch in den nächsten Tagen formell beschlossen werden. Die Führung in der Ukraine hatte ihre Bitte damit begründet, dass Millionen an öffentlichen Geldern verschwunden seien.

19:54 Uhr: Ausländische Fußball-Profis verlassen die Ukraine

Fünf ausländische Fußball-Profis des ukrainischen Erstligisten Tschernomorets Odessa haben wegen der Krim-Krise ihre Verträge aufgelöst und das Land verlassen. Das bestätigte der Verein auf seiner Internetseite. "Aufgrund der politischen Lage und fehlender Informationen von Verband und Liga zum Verlauf der Saison waren wir gezwungen, den Wünschen der Spieler zu entsprechen", heißt es dort. Odessa war erst in der vergangenen Woche aus der Europa League ausgeschieden.

Bei den Spielern handelt es sich um den Österreicher Markus Berger, den Brasilianer Anderson Santana, den Ivorer Franck Dja Djedje, den Spanier Sito Riera und den Argentinier Pablo Fontanello.

19:45 Uhr: Putin für Friedensnobelpreis nominiert

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, befindet sich der russische Präsident Wladimir Putin unter den Nominierten für den Friedensnobelpreis 2014. Bis zum Ablauf der Nominierungs-Frist am 1. Februar seien 278 Vorschläge eingegangen - so viele wie noch nie zuvor, sagte der Leiter des Nobel-Instituts, Geir Lundestad, in Oslo. Neben Putin stehen unter anderem auch Edward Snowden und Papst Franziskus auf der Vorschlagsliste.

Der diesjährige Friedensnobelpreisträger wird am 10. Oktober in  Oslo bekanntgegeben. Im vergangenen Jahr wurde die Organisation für  das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ausgezeichnet, die damals gerade  den Auftrag erhalten hatte, die Vernichtung der syrischen  Chemiewaffen zu begleiten.

19:25 Uhr: Deutsche Polizisten trainierten Berkut-Einheiten

Die Bundesregierung hat in den Jahren 2009 bis 2013 die ukrainische Regierung unter dem inzwischen entmachteten Präsidenten Viktor Janukowitsch in Sicherheitsfragen beraten. Das geht aus einer am Dienstag bekanntgewordenen Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Hans-Christian Ströbele hervor.

Danach hat das Bundeskriminalamt dem ukrainischen Sicherheitsdienst SBU polizeiliche Aufbauhilfe geleistet. Im Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft 2012 habe es auch Seminare sowie Trainingseinheiten mit der Polizeisondereinheit Berkut gegeben.

Für Berkut seien ferner Schutzhelme und leichte Körperschutzausstattung geliefert worden. "Die Antwort der Bundesregierung zeigt, wie schnell man vom gestrigen Freund zum Feind und Diktator erklärt werden kann", erklärte Ströbele.

19:00 Uhr: OSZE schickt Militärbeobachter

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) wird eine militärische Beobachtermission in die Ukraine entsenden. Das beschlossen 20 Länder der Organisation am Dienstag in Wien, wie die Nachrichtenagentur dpa aus westlichen Diplomatenkreisen erfuhr. Die unbewaffneten Beobachter könnten schon am Mittwoch abreisen. Die Mission soll militärische Aktivitäten Russlands beobachten.

Die OSZE-Beobachter fahren auf Einladung der Ukraine in das Land. Ob sie tatsächlich Zugang zur ukrainischen Halbinsel Krim bekommt, sei aber noch nicht klar. Die Beobachter könnten zunächst auch in andere Teile der Ukraine reisen. Die militärische Beobachtermission ist unabhängig von einer geforderten diplomatischen Mission der OSZE und der von Deutschland und anderen Ländern geforderten internationalen Kontaktgruppe.

18:45 Uhr: Obama hofft auf Einlenken Putins

Nach seinem Außenminister hat sich auch US-Präsident Barack Obama in Washington zu Wort gemeldet. Er erklärte, Russland habe weiterhin die Chance, sich an den Bemühungen der internationalen Gemeinschaft zur Schaffung stabiler Verhältnisse in der Ukraine zu beteiligen. Russlands Präsident Wladimir Putin könne mit seinen Erklärungen zur Krim aber "niemanden in die Irre führen", so Obama. Die  Einmischungen Russlands würden den Staat isolieren. Er habe aber  auch "Berichte" zur Kenntnis genommen, wonach sich Putin einen Moment Bedenkzeit nehme, um über das weitere Vorgehen in der Krise nachzudenken.

Video: Obama ruft Putin zu Deeskalation auf

18:30 Uhr: Kerry setzt auf gemeinsame Haltung mit Deutschland

US-Außenminister John Kerry hat sich zuversichtlich gezeigt, bei den Verhandlungen mit Russland eine gemeinsame Position mit der Bundesregierung einzunehmen. "Ich glaube daran, dass wir uns einig sein werden", sagte Kerry in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. "Präsident Obama wird in Kürze mit Bundeskanzlerin Merkel sprechen. Ich werde weitere Gespräche mit Außenminister Steinmeier führen."

18:15 Uhr: NATO-Generalsekretär befürchtet "ernsthafte Auswirkungen"

Die russischen Militäraktionen in der Ukraine haben nach Ansicht von NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen "ernste Auswirkungen für die Sicherheit und Stabilität des euro-atlantischen Gebietes". Nach Beratungen des NATO-Rates sagte Rasmussen in Brüssel: "Die Verbündeten stehen in dieser schweren Krise im Geiste starker Solidarität zusammen."

Das Treffen in Brüssel war von Polen unter Berufung auf Artikel 4 des NATO-Vertrags beantragt worden. Dieser Artikel sieht Beratungen vor, wenn ein NATO-Mitglied meint, dass die Unversehrtheit des eigenen Territoriums, die politische Unabhängigkeit oder die eigene Sicherheit bedroht ist.

18:00 Uhr: Sind die Soldaten auf der Krim "örtliche Selbstverteidigungskräfte"? 

Nach Angaben von Russlands Präsident Wladimir Putin operieren auf der Krim keine russischen Einheiten. Vielmehr hätten "örtliche Selbstverteidigungskräfte" die ukrainischen Stützpunkte umstellt. Matthew Fisher von der kanadischen Nachrichtenagentur Postmedia hat in Simferopol einen der Bewaffneten ohne Abzeichen an der Uniform befragt. "Dieser Soldat bestätigte gerade, dass er zur russischen Infanterie gehört", twitterte Fisher.

 

17:45 Uhr: Kerry ruft Russland zur Deeskalation auf

US-Außenminister John Kerry hat Russland zur Deeskalation in der Krim-Krise aufgerufen. Der Kreml müsse seine Truppen wieder zurück in die Kasernen rufen, sagte Kerry am Dienstag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Sonst bleibe den USA und ihren Partnern keine andere Wahl, als Russland "politisch, diplomatisch und wirtschaftlich zu isolieren".

Gleichzeitig lobte Kerry die Zurückhaltung der ukrainischen Interims-Regierung und der Armee des Landes. „Die ukrainischen Soldaten auf der Krim haben ihre Stellungen gehalten, aber sie sind auf keine Provokation eingegangen und haben keinen einzigen Schuss abgegeben“, so Kerry. Die russischen Vorwürfe, die ukrainische Führung sei illegal an die Macht gekommen, seien „weit entfernt von der Realität“, sagte der US-Außenminister.

17:15 Uhr: US-Außenminister Kerry tritt in Kiew vor die Presse

US-Außenminister John Kerry gibt nach seinen Gesprächen mit der ukrainischen Führung in Kiew eine Pressekonferenz. Am Nachmittag hatte Kerry am Unabhängigkeitsplatz in Kiew Blumen für die Toten der ukrainischen Protestbewegung niedergelegt. Der US-Außenminister tweete: "Unglaublich bewegend, den Schrein für die Getöteten zu besuchen. Mutige, stolze Menschen. Wir stehen gemeinsam mit den Ukrainern für die Selbstbestimmung ein."

 

17:00 Uhr: Keine Gefahr für Europas Energieversorgung

Die Krise in der Ukraine bedeutet nach Ansicht von EU-Kommissar Günther Oettinger bis auf weiteres keine Gefahr für Europas Energieversorgung. Wegen des milden Winters seien die Gasspeicher der EU derzeit gut gefüllt, sagte der Energiekommissar in Brüssel mit Blick auf Gaslieferungen aus Russland über ukrainische Pipelines. Es bestehe "im Augenblick" kein Grund zur Beunruhigung über mögliche Engpässe in Europa - weder für die Industrie noch für private Haushalte. Sollte kein verspäteter Wintereinbruch kommen, "dann werden wir die Zeit bis Ostern mit halbvollen Speichern bestehen und damit unsere Versorgungssicherheit stabil halten können".

Oettinger sagte, er habe Vertrauen in die russischen Vertragspartner. "Trotz der Krise fließt in diesen Minuten Gas aus Russland in die europäischen Märkte." Die EU tue gut daran, bestehende Verträge einzuhalten.

Sorgen mache ihm hingegen die Energieversorgung der Ukraine. Es sei eine schlechte Nachricht für das Land, dass der Nachbar Russland ab Herbst die bisherigen Gasrabatte streichen wolle. Damit müsse der Staat nicht mehr wie bisher 168 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gas zahlen, sondern wohl 400 Dollar. Die Ukraine ist von russischen Exporten abhängig.

Oettinger sagte, die EU könnte die Ukraine über Gaslieferungen unterstützen: "Wir können der Ukraine helfen, dass sie möglichst wenig Gas aus Russland beziehen muss."

16.30 Uhr: Ukrainische und russische Minister verhandeln

Die neue ukrainische Regierung hat nach den Worten des amtierenden Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk Konsultationen mit Russland aufgenommen. Die Kontakte fänden auf Ministerebene statt, sagte Jazenjuk am Dienstag vor Journalisten, ohne Einzelheiten zu nennen. Der Regierungschef bekräftigte die Forderung, dass sich die russischen Soldaten auf der Krim in ihre Kasernen zurückziehen müssten.

16.16 Uhr: Putin berät sich mit Chinas Staatschef Xi

Russlands Präsident Wladimir Putin berät nach Angaben seines Amtes mit Chinas Staatschef Xi Jinping über die Lage in der Ukraine. Die Positionen beider lägen eng beieinander.

16:05 Uhr: Türkei lässt F-16-Jets aufsteigen

Ein russisches Aufklärungsflugzeug hat die türkische Luftwaffe alarmiert. Weil die Militärmaschine vom Typ Iljuschin 20 über dem Schwarzen Meer entlang der türkischen Grenze flog, seien acht F-16-Kampfflugzeuge zur Sicherung des Luftraums gestartet, teilte der türkische Generalstab am Dienstag mit. Die russische Maschine habe die türkischen Grenzen aber nicht verletzt. Die Türkei ist Nato-Mitglied und hat sich in den vergangenen Tagen wiederholt besorgt über die Zuspitzung der Krise in der Ukraine geäußert.

15:55 Uhr: Russland blockiert Meerenge von Kertsch

Die russische Marine blockiert der ukrainischen Küstenwache zufolge die Straße von Kertsch zwischen der Krim und Russland.

15:40 Uhr: Kerry in Kiew gelandet

Schon am Mittag ist US-Außenminister John Kerry in Kiew gelandet. "Im Gepäck" hatte er eine Milliarde US-Dollar an Hilfe für die Ukraine.

 

15:24 Uhr: Putin-Aussagen geben DAX Auftrieb

Der DAX hat sich nach kräftigen Vortagesverlusten wieder erholt. Äußerungen vom russischen Präsidenten Wladimir Putin sorgten an den internationalen Börsen für ein deutliches Aufatmen. Der deutsche Leitindex gewann am Nachmittag 2,09 Prozent auf 9554 Punkte und baute sein Plus vom Morgen damit aus. Zum Wochenauftakt hatte die Krim-Krise einen Kursrutsch ausgelöst und den Leitindex um fast dreieinhalb Prozent ins Minus gedrückt.

14:52 Uhr: Timoschenko warnt vor Gefahr für Europa

Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julija  Timoschenko sieht das russische Vorgehen auf der Krim als eine Gefahr "für Europa, für die ganze Welt". Im einem Interview mit dem "Stern" sagt sie: "Wenn wir Russland erlauben, die  Krim einzunehmen, dann ist nicht nur die Ukraine bedroht, es ist ein Angriff auf die ganze demokratische Welt." Timoschenko fordert von  der internationalen Gemeinschaft "schnelle, starke und entschlossene  Schritte". Das sei "besser als langwierige und nutzlose Verhandlungen".

13:51 Uhr: USA bieten Ukraine Milliardenhilfe für Energieversorgung an

Die USA wollen der Ukraine eine Milliarde Dollar Hilfe für die Energieversorgung zur Verfügung stellen. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. 

13:44 Uhr: Ukraine berichtet von Cyber-Attacken auf Handy-Netz

Das ukrainische Telekommunikationssystem ist nach Angaben des nationalen Geheimdienstes Ziel von Cyberattacken geworden. Gestört worden seien unter anderem Mobilfunk-Verbindungen ukrainischer Parlamentsabgeordneter. Dabei sei Technik genutzt worden, die auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim installiert worden sei.

13:16 Uhr: Wladimir Putin will Krim-Bewohnern Entscheidung über ihre Zukunft überlassen

Über den künftigen Status der Schwarzmeer-Halbinsel Krim sollen nach den Worten von Kremlchef Wladimir Putin die Bewohner der Autonomen Republik selbst entscheiden. "Nur die Bürger können und sollen über ihre Zukunft in einer freien und sicheren Willensentscheidung bestimmen", sagte der russische Präsident vor Journalisten. Derzeit sei kein Anschluss vorgesehen. Putin betonte das Recht des Volkes auf Selbstbestimmung.

Auf der Krim ist am 30. März eine Volksabstimmung über die Abspaltung geplant. Die prorussische Krim-Führung strebt einen Status als Staat an. Die ukrainische Führung hält dieses Referendum für rechtswidrig.

Artikel: Die zentralen Aussagen des russischen Präsidenten im Überblick

12:28 Uhr: Putin sieht sich als Lebensretter Janukowitschs

Kremlchef Wladimir Putin hat die Aufnahme des entmachteten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch als humanitären Akt seines Landes bezeichnet. "Ich denke, er hat keine politische Zukunft mehr. Das habe ich ihm gesagt", betonte Putin bei einem Treffen mit Journalisten bei Moskau.

Ungeachtet dessen betrachte Russland Janukowitschs Entmachtung als nicht legitim. Der Politiker habe sich mit seiner Flucht nach Russland das Leben gerettet. "Ich denke, dass er dort getötet worden wäre", sagte Putin.

11:55 Uhr: "Keine Notwendigkeit für Militäreinsatz"

Putin sieht nach eigenen Angaben bisher keine Notwendigkeit für einen Militäreinsatz in der Ukraine. Russland habe aber die Möglichkeit, dies zu tun. Er halte sich alle Optionen offen, sollte in der Ostukraine Anarchie ausbrechen.

11:40 Uhr: Putin gibt Pressekonferenz

Wladimir Putin gibt derzeit eine Erklärung zur Situation in der Ukraine ab. Er spricht von einer "revolutionären Situation" in der Ukraine. Den Aufstand gegen Präsident Janukowitsch bezeichnet er als "illegal". Ein Präsident in der Ukraine könne nur durch Tod, persönliche Rücktrittserklärung oder ein Impeachment-Verfahren von seinem Amt entbunden werden. 

11:22 Uhr: Steinmeiers Treffen mit Lawrow bringt keinen Erfolg

Das Treffen von Bundesaußenminister  Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit seinem russischen Kollegen Sergej  Lawrow hat keine Annäherung im Ukraine-Konflikt gebracht.

Eine  Lösung der Krise sei nicht in Sicht, sagte Steinmeier in Genf. Er war dort am Montagabend mit Lawrow zusammengekommen, um  über die Lage in der Ukraine zu diskutieren. Steinmeier sprach von  einem "schwierigen, langen und sehr ernsten" Gespräch. Direkte  Verhandlungen zwischen Moskau und der neuen Führung in Kiew seien  nicht abzusehen.

10:50 Uhr: Ukrainisches Parlament ratifiziert EU-Abkommen

Das ukrainische Parlament ratifiziert ein Kreditabkommen mit der EU, das den Weg für den Erhalt von 610 Millionen Euro ebnet. Das Abkommen war schon im Februar 2013 ausgehandelt worden, wurde aber vom gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch nicht ratifiziert.

09:58 Uhr: Russland stoppt Kauf von Fremdwährungen

Das russische Finanzministerium teilt mit, den Kauf von Fremdwährungen zu stoppen. Es begründet den Schritt damit, den eigenen staatlichen Reserven-Fonds auffüllen zu wollen wegen hoher Marktschwankungen. Zuvor drohte ein Kreml-Berater damit, im Falle von US-Sanktionen womöglich den Dollar als Währungsreserve aufzugeben. 

09:30 Uhr: Angespannte Lage in Belbek

Auf dem ukrainischen Militärflughafen in Belbek auf der Krim spitzt sich die Situation offenbar zu. Russische und ukrainische Militärkräfte stehen sich gegenüber, die Soldaten der Ukraine erwägen einen Marsch zu ihren Flugzeugen und fordern die Freigabe des Flughafens. 

Ein Reporter des "TIME"-Magazine berichtete auf Twitter von Verhandlungen der Armeeführung. Bis zum Mittag soll es eine Entscheidung geben.

08:45 Uhr: Warnschüsse auf der Krim

Pro-Russische Bewaffnete in einer besetzten Luftwaffenbasis auf der Krim haben ukrainische Soldaten mit Warnschüssen zurückgedrängt. Rund 300 ukrainische Militärangehörige gingen am Morgen unbewaffnet zu ihrem Stützpunkt in Belbek und forderten die Besatzer auf, sie wieder an ihre Arbeit gehen zu lassen. Die russischen Soldaten feuerten in die Luft und warnten, sie würden auf sie schießen, wenn sie sich weiter näherten.

Video: Warnschüsse gegen ukrainische Soldaten

Inzwischen sollen nach Angaben der Übergangsregierung in Kiew rund 16.000 russische Soldaten auf der Krim sein, die alle wichtigen strategischen Orte und Militäreinrichtungen kontrollieren. Ein Berichten zufolge an das ukrainische Militär gestelltes Ultimatum, seine Kriegsschiffe an russische Kräfte zu übergeben, verstrich ohne weitere Zwischenfälle. Die Schiffe lagen am Morgen weiterhin in Sewastopol vor Anker. Russland hatte die Berichte über das Ultimatum nicht bestätigt.

08:05 Uhr: Russische Kriegsschiffe auf dem Weg ins Schwarze Meer

Im Zuge der Krise auf der ukrainischen Halbinsel Krim haben zwei russische Kriegsschiffe den Bosporus in der türkischen Metropole Istanbul passiert. Die beiden Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte kamen vom Mittelmeer und waren auf dem Weg zum Schwarzen Meer. Nach türkischen Medienberichten handelte es sich um die "Saratow" und die "Jamal". Sie durchquerten die Meerenge am Morgen gegen 07.30 Uhr.

07:25 Uhr: Russische Truppen von Putin in Kasernen zurückbeordert

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Agenturberichten zufolge die in dieser Woche an Manövern unweit der Ukraine beteiligten Soldaten angewiesen, in ihre Stützpunkte zurückzukehren. Die Übungen seien erfolgreich gewesen, zitierten russische Agenturen einen Kreml-Sprecher.

Die Manöver fanden im Westen Russlands statt in einem Gebiet, das an die Ukraine grenzt. Nach russischer Darstellung hatten sie nichts mit den Vorgängen in dem Nachbarland zu tun.

06:18 Uhr: USA stoppen militärische Zusammenarbeit mit Moskau

Als Reaktion auf die Krim-Krise haben  die USA die militärische Zusammenarbeit mit Russland auf Eis  gelegt. Alle "militärischen Verbindungen" seien gestoppt, teilte  das Pentagon mit.

US-Präsident Barack Obama drohte mit  weiteren Strafmaßnahmen und sagte, Moskau habe sich "auf die  falsche Seite der Geschichte" gestellt. Russland erklärte im UN-Sicherheitsrat, der entmachtete ukrainische Präsident Viktor  Janukowitsch habe um eine Militärintervention gebeten.

05:45 Uhr: Appell an Russland

"Wir rufen Russland auf, die Krise in der Ukraine zu deeskalieren", so ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Die russischen Streitkräfte auf der Krim müssten zu ihren Basis-Stationen zurückkehren.

05:30 Uhr: Ukraine droht der finanzielle Kollaps

Der Frankfurter Ökonom Thorsten Polleit warnt vor einem finanziellen Kollaps der Ukraine. "Das Zahlungsausfallrisiko ist als hoch einzustufen", sagte der Professor an der Frankfurt School of Finance "Handelsblatt Online". Die Ankündigung des russischen Konzerns Gazprom, der Ukraine keinen Gaspreis-Rabatt mehr zu gewähren, habe die Situation noch verschärft.

03:30 Uhr: Obama berät mehr als zwei Stunden  über die Lage

- US-Präsident Barack Obama hat einem Regierungsvertreter zufolge mehr als zwei Stunden mit seinen Sicherheitsexperten gesprochen. Dabei sei es darum gegangen, wie die USA zusammen mit Verbündeten Russland wegen der militärischen Intervention in der Ukraine weiter isolieren könnten.

02:14 Uhr: USA geht auf Distanz

Die USA nehmen auch Abstand von den eigentlich bald anstehenden Gesprächen, die zu engeren Geschäfts- und Handelsbeziehungen mit Russland führen sollten. Das sagte ein für Handelsbeziehungen zuständiger US-Regierungsvertreter. Als Grund wurde die Ukraine-Krise genannt.

01:53 Uhr: Gemeinsame militärische Aktionen mit Russland ausgesetzt

Die USA setzen nach Angaben des Verteidigungsministeriums wegen der Ukraine-Krise alle gemeinsamen militärischen Verbindungen mit Russland aus. Das betreffe unter anderem militärische Übungen, sagte ein Pentagon-Sprecher.

00:37 Uhr: Gespräche im Weißen Haus

US-Präsident Barack Obama berät nach Angaben eines Sprechers des Weißen Hauses wegen des Ukraine-Konflikts mit hochrangigen Vertretern des Militärs und Experten für die nationale Sicherheit. Unter anderem nähmen Außenminister John Kerry, Verteidigungsminister Chuck Hagel und Finanzminister Jack Lew an dem Treffen teil.

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