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Gewalt in Indien Rebellen töten 32 Muslime in Assam

Der Streit um ein Gebiet in Indien ist blutig eskaliert. Bei Attacken auf muslimische Migranten gab es über 30 Tote und zahlreiche Verletzte. Eine politische Lösung des Konflikts ist in Sicht.

Im indischen Bundesstaat Assam sind bei mehrtägigen Angriffen von Rebellen des Bodo-Stammes auf muslimische Migranten mindestens 32 Menschen getötet worden. In dem Dorf Narayanguri rund 200 Kilometer westlich von Assams Hauptstadt Guwahati seien neun weitere Leichen entdeckt worden, darunter Frauen und Kinder, teilte die Polizei am Samstag mit. Bereits am Donnerstag und Freitag waren bei Überfällen auf Dörfer im selben Bezirk insgesamt 21 Menschen getötet worden; einige von ihnen wurden im Schlaf erschossen.

Hintergrund der Gewalttaten in der entlegenen Bergregion im Nordosten Indiens ist ein Landkonflikt zwischen Angehörigen des Bodo-Stammes und zugewanderten Muslimen. Wegen der Angriffe flohen rund 5000 Menschen aus ihren Häusern, während die Sicherheitskräfte ein großangelegte Suchaktion nach den verantwortlichen Rebellenkämpfern starteten. Die Polizei verhängte bis auf weiteres eine Ausgangssperre in den betroffenen Gebieten und erteilte den Sicherheitskräften das Recht, gegen die Guerilla-Kämpfer scharfe Munition einzusetzen.

Die Polizei machte die verbotene Rebellengruppe National Democratic Front of Bodoland (NDFB) für die Gewalt verantwortlich, die in der Region seit Jahrzehnten für einen getrennten Heimatstaat kämpft. Bereits im Januar hatte es in der Gegend bei Angriffen 17 Tote gegeben. Vor zwei Jahren waren bei Zusammenstößen zwischen ethnischen Gruppen sogar hundert Menschen getötet worden, 400.000 Menschen flohen damals aus ihren Häusern. Der jüngste Vorfall ereignet sich inmitten der indischen Parlamentswahl. Die mehrwöchige Abstimmung läuft noch bis zum 12. Mai.

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