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Abschuss von Flug MH 17 Haben sich die Separatisten selbst verraten?

Wer hat die Malaysia-Airlines-Maschine mit 295 Menschen an Bord über der Ostukraine abgeschossen? Mit Einträgen auf Facebook und Twitter scheinen sich prorussische Separatisten verdächtig zu machen.

Ein Eintrag auf der Seite eines prorussischen Separatistenführers im Online-Netzwerk Facebook deutet einen möglichen Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs in der Ostukraine durch die Rebellen an. "Wir haben soeben eine AN-26 abgeschossen", schrieb Igor Strelkow, selbsternannter Verteidigungsminister der von den Separatisten ausgerufenen "Volksrepublik Donezk" am Nachmittag. Bei der AN-26 handelt es sich um einen von der ukrainischen Armee genutzten Transportflugzeugtyp.

Strelkow stellte zu seinem Eintrag ein Video, in dem dichter schwarzer Rauch zu sehen war und das den in anderen Internetforen veröffentlichten Aufnahmen nach dem Flugzeugabsturz sehr ähnelt. Er schrieb, die angebliche AN-26 sei nahe der Ortschaft Snischne abgeschossen worden. Diese wiederum liegt genau in jener Gegend, in der wenig später die Trümmer der malaysischen Passagiermaschine gefunden wurden.

Auf der Twitterseite der "Volksrepublik Donezk" wurde zudem ein Eintrag veröffentlicht und später wieder gelöscht, demzufolge die Rebellen am Donnerstag ein "Buk"-Raketensystem zur Flugzeugabwehr von der ukrainischen Armee erbeutet hatten. Dessen Boden-Luft-Raketen können nach Herstellerangaben Ziele in bis zu 25 Kilometern Höhe treffen. Nach offiziellen Angaben war MH17 zuletzt in rund zehn Kilometern Flughöhe unterwegs.

Augenzeugen sollen Maschine in der Luft explodiert gesehen haben

Die Linienmaschine von Malaysia Airlines mit 295 Menschen an Bord stürzte in von prorussischen Separatisten kontrolliertem Gebiet in der Region Donezk ab. Am Absturzort lagen dutzende Leichen, Anzeichen für Überlebende gab es nicht. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko beschuldigte die Aufständischen, das Passagierflugzeug abgeschossen zu haben. Die Separatisten machten die ukrainische Armee verantwortlich.

Poroschenko schloss einen Unfall ebenso aus wie eine Verantwortung der ukrainischen Streitkräfte, die keine Schüsse auf Ziele in der Luft abgegeben hätten. Die Separatisten beriefen sich ihrerseits auf angebliche Augenzeugenberichte, denen zufolge ein Kampfjet der ukrainischen Luftwaffe die Boeing 777 angegriffen habe. Diese sei anschließend in zwei Teile zerbrochen und der Kampfjet abgeschossen worden, erklärte die selbsternannte Regierung der "Volksrepublik Lugansk".

Augenzeugen sagten, sie hätten die Maschine in der Luft explodieren sehen. Die ukrainische Luftverkehrsbehörde gab an, dass Flug MH17 bis zum Verschwinden vom Radar "ohne Probleme" die Ukraine überquert habe und auch keine Unregelmäßigkeiten von der Crew gemeldet worden seien.

Rebellen zu kurzer Feuerpause bereit

Malaysia Airlines bestätigte den Kontaktverlust um 16.15 Uhr MESZ mit dem Passagierflugzeug auf dessen Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Zu diesem Zeitpunkt sei die Maschine etwa 50 Kilometer von der russische-ukrainischen Grenze entfernt gewesen. Die Hauptabsturzstelle lag beim Dorf Grabowe in der Region Donezk, wo sich die Separatisten seit Wochen Kämpfe mit den Regierungstruppen liefern. 

Die Rebellen in der Ostukraine sind nach dem Abschuss der Maschine offenbar zu einer dreitägigen Waffenruhe bereit. Die russische Nachrichtenagentur Ria-Novosti zitierte Separatistenführer Alexander Borodai, wonach man sich deswegen in Gesprächen mit den ukrainischen Behörden befindet. Für eine kurze Waffenruhe gebe es humanitäre Gründe. Internationalen Organisationen solle der Zugang in die umkämpfte Region ermöglicht werden. Außerdem solle die Feuerpause dazu dienen, die Leichen zu bergen.

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