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Proteste gegen Israel Jugendliche attackieren Synagogen in Paris

Propalästinensische Gruppen haben in Frankreich gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen protestiert. Dabei griffen Jugendliche auch zwei Synagogen in Pariser Vororten an.

Bei Protesten gegen die israelische Offensive im Gazastreifen ist es in Frankreich am Sonntag abermals zu Krawallen gekommen. Jugendliche griffen zwei Synagogen an, setzen Autos in Brand, plünderten Läden und schleuderten Steine auf Polizisten. Die Polizei ging mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Randalierer vor.

Betroffen waren die Synagogen in den Pariser Vororten Sarcelles und Garges-lès-Gonesse. In Garges-lès-Gonesse seien sogar Molotow-Cocktails auf das Gebäude geworfen worden, erklärte der jüdische Dachverband CRIF. Ein kleiner Brand sei jedoch schnell gelöscht worden. CRIF machte "fanatische Gruppen" für die Übergriffe verantwortlich und warnte, dass die antisemitische Gewalt jeden Tag zunehme.

Bereits am Samstag war es bei einer Kundgebung in einem Einwandererviertel von Paris zu Unruhen gekommen. Die Demonstration war ebenso wie die am Sonntag von den Behörden verboten worden. Frankreich hat die größte muslimische und jüdische Bevölkerung aller westeuropäischen Staaten und Krisen wie im Nahen Osten führen auch dort immer wieder zu Auseinandersetzungen. Als sich in Sarcelles mehrere hundert Randalierer aus der friedlichen Kundgebung lösten, bildeten Dutzende jüdische Jugendliche - einige von ihnen bewaffnet mit Eisenstangen - eine Menschenkette um eine Synagoge, um diese zu "schützen", wie sie sagten. Auch die Polizei marschierte auf.

Der französische Premierminister Manuel Valls verurteilte eine "neue Art des Anti-Semitismus", der sich nach seinen Worten unter den Jugendlichen in Arbeitervierteln ausbreite.

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