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Gazastreifen Israel zu Verlängerung der Waffenruhe bereit

Israel ist bereit, die bis Freitag befristete Waffenruhe zu verlängern. In Kairo laufen Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand. Israel fordert die Entwaffnung der Hamas. 

Israel ist nach offiziellen Angaben bereit, die ursprünglich bis Freitag befristete Waffenruhe darüber hinaus zu verlängern. Wie lange sie gelten soll, ließ der Regierungsvertreter offen, der am Mittwoch namentlich nicht genannt werden wollte.

Derzeit laufen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand. Am Mittwoch übermittelten die israelische und die palästinensische Delegation den ägyptischen Vermittlern ihre Position. Ein direktes Treffen gab es bislang nicht. Während die Palästinenser die Aufhebung der jahrelangen Blockade des Gazastreifens und die Freilassung von Gefangenen fordern, verlangt Israel die Entwaffnung der palästinensischen Hamas-Bewegung und die Demilitarisierung des Küstengebiets. Die Hamas hat eine Entwaffnung aber bereits kategorisch ausgeschlossen.

UN-Generalsekretär Ban fordert Ende des "Kreislaufs des Leidens"

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dringt auf ein Ende der Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt. Die zahlreichen Toten und die schweren Zerstörungen in Gaza hätten die Welt schockiert und beschämt, sagte Ban am Mittwoch vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Er forderte ein Ende des "sinnlosen Kreislaufs des Leidens". Die internationale Gemeinschaft müsse den Wiederaufbau von Gaza unterstützen, sagte Ban. Das sei eine gewaltige Aufgabe. Tausende benötigten Hilfe, Verletzte und Traumatisierte müssen versorgt werden. Der jüngste Gazakrieg war Anfang Juli ausgebrochen. Ihm sind auf palästinensischer Seite knapp 1900 Menschen zum Opfer gefallen. Auf israelischer Seite waren es 67.

Ban verlangte in seiner leidenschaftlichen Ansprache ernsthafte Verhandlungen der Konfliktparteien. "Wir dürfen keine Anstrengungen scheuen, um die derzeitige Ruhe in einen dauerhaften Waffenstillstand umzuwandeln", sagte er. Dafür müssten beide Seiten Lösungen für die grundlegenden Aspekte der jüngsten Auseinandersetzungen schaffen: Der Raketenbeschuss auf den Süden Israels und der Waffenschmuggel nach Gaza müssten aufhören, die Blockade des Küstenstreifens müsse beendet werden. Außerdem solle sich der Gazastreifen einer Palästinenserregierung unterstellen, die das Existenzrecht Israels anerkenne.

Ban versicherte, die UN akzeptierten das Recht Israels, sich gegen Raketenangriffe der Hamas auf seine Bevölkerung zu wehren. Doch angesichts des Schreckens, der über die Menschen in Gaza hereingebrochen sei, stelle sich die Frage nach der Respektierung internationaler Rechtsgrundsätze. Diese verlangten eine Unterscheidung zwischen Zivilisten und Kämpfern und Verhältnismäßigkeit bei Angriffen.

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