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Konflikt mit Russland Wladimir Putin will Kontakte zum Westen nicht kappen

Die blutigen Kämpfe in der Ostukraine belasten das Verhältnis westlicher Länder zu Russland schwer. Präsident Wladimir Putin betont jedoch, keine Isolation seines Landes anzustreben.

Trotz des aktuellen Konflikts mit dem Westen sollte sich Russland nach Meinung seines Präsidenten Wladimir Putin nicht vom Rest der Welt abschotten. Bei einem Besuch auf der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim sagte Putin laut russischen Nachrichtenagenturen, der derzeitige Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten und Europa bedeute nicht, dass Moskau "die Verbindungen zu den Partnern kappen sollte". "Aber wir sollten auch nicht zulassen, dass sie uns mit Verachtung behandeln", fügte der Staatschef vor russischen Abgeordneten in der Hafenstadt Jalta hinzu.

Putin erklärte, sein Land sei im ständigen Kontakt mit der Ukraine, der internationalen Gemeinschaft und den wichtigsten internationalen Organisationen. "Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, damit dieser Konflikt baldmöglichst beendet wird, damit nicht länger in der Ukraine Blut vergossen wird", sagte Putin. Er sprach von "blutigem Chaos" und einem "Bruderkrieg". Zuletzt war die Opferzahl bei den Kämpfen zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten in den Regionen Lugansk und Donezk laut der UNO stark angestiegen.

Putin war am Mittwoch auf die Krim gereist, um dort eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats zum Konflikt in der Ukraine zu leiten. Am Donnerstag traf er dann Abgeordnete des russischen Parlaments. Moskau hatte die ukrainische Halbinsel nach einem umstrittenen Referendum im März trotz internationaler Proteste annektiert. Seitdem liegt es mit der Regierung in Kiew im Streit um den Osten der Ukraine. Kiew wirft Moskau vor, die prorussischen Separatisten mit Kämpfern und Waffen zu unterstützen. Moskau weist dies zurück.

Donezk mit schweren Waffen beschossen

Die Innenstadt der belagerten Separatistenhochburg Donezk im Osten der Ukraine ist unterdessen mit schweren Waffen beschossen worden. Mehrere Mörsergranaten schlugen in die polytechnische Universität und ein Gebäude der Staatsanwaltschaft ein, das von Vertretern der selbsterklärten "Volksrepublik Donezk" besetzt ist, wie eine Reporterin berichtete. In der Universität wurde demnach bei dem Beschuss ein Dozent verletzt.

Vor einem Einkaufszentrum lagen auch zwei nicht explodierte Granaten. Das Viertel war von bewaffneten Aufständischen abgeriegelt. Diese teilten mit, zwei Geschosse seien im ebenfalls von den Separatisten besetzten Polizeihauptquartier eingeschlagen. In regelmäßigen Abständen waren Explosionen zu hören.

Die ukrainischen Regierungstruppen belagern die Industriestadt seit Wochen, doch leisten die prorussischen Separatisten heftigen Widerstand. Neben Lugansk ist Donezk die wichtigste Stadt unter Kontrolle der Rebellen. In Lugansk wurden laut einem örtlichen Behördenvertreter bei Artillerieangriffen in den vergangenen 24 Stunden mindestens 22 Einwohner getötet. Die Opferzahl in den umkämpften Gebieten im Osten der Ukraine ist laut der UNO zuletzt stark angestiegen.

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