Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Schock-Video von IS Der Mann, der James Foley tötete

Die Welt ist geschockt über das IS-Video, das die Enthauptung des Journalisten James Foley zeigt. Nun rückt sein Mörder in den Fokus. Durch seinen Akzent hat er eine wichtige Information verraten.

Nach dem brutalen Mord an dem US-Journalisten James Foley beginnt die Jagd nach dem Mann, der den lange vermissten Fotoreporter enthauptet hat. Zurzeit verdichten sich die Hinweise, dass es sich bei dem Täter um einen Briten handelt. Der Londoner Regierungschef David Cameron sagte, dass dies "immer wahrscheinlicher" sei.

Für die britische Tageszeitung "The Guardian" analysierten Linguisten die Sprache des vermummten Mannes, die in dem von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) veröffentlichten Schock-Video zu hören ist. Dem "Guardian" zufolge sprach der IS-Kämpfer mit einem starken Londoner Akzent. Eine ehemalige Geisel der dschihadistischen Gruppe identifizierte den als "John" bekannten Mann als einen von drei Briten, mit denen er während seiner Verschleppung zu tun hatte.

Der "Guardian" berichtete, dass "John" in der syrischen Stadt Raqqa mehrmals Verhandlungen mit Familien verschleppter Ausländer geführt haben und dabei "intelligent" sowie "gebildet" vorgegangen sein soll. Unter IS-Geiseln hätten "John" und die beiden anderen Briten den Spitznamen "Beatles" gehabt.

Der Chef der Londoner Polizei Scotland Yard sagte vor kurzem, dass zurzeit rund 500 britische Staatsbürger im Bürgerkrieg in Syrien kämpften. Im Juni teilte das renommierte King's College in London mit, dass im vergangenen Dezember 11.000 Ausländer in Syrien an Gefechten beteiligt gewesen seien. 3000 davon kamen aus dem Westen, über zwei Drittel aus Europa. Allein aus Deutschland hätten sich 320 militante Islamisten den IS-Truppen angeschlossen, die in Syrien und im Irak operieren.

US-Präsident Barack Obama sagte der IS-Miliz nach der Veröffentlichung des Foley-Videos einen verschärften Kampf an. "Wir werden wachsam sein, und wir werden unerbittlich sein." Die USA würden alles tun, amerikanische Interessen zu verteidigen und Verbrechen gegen US-Bürger zu ahnden.

Bewegende Erklärung von Foleys Mutter 

Obama sagte an seinem Urlaubsort Martha's Vineyard, die ganze Welt sei entsetzt über den Mord an Foley. Der Islamische Staat entführe Frauen und Kinder, foltere, vergewaltige, unterwerfe und töte Menschen. Eine solche Gruppe habe keinen Platz im 21. Jahrhundert, sie werde untergehen, sagte der Demokrat. Die Staaten der Region sollten gemeinsam "dieses Krebsgeschwür herausoperieren".

Der Journalist Foley, der aus dem US-Staat New Hampshire stammt, war vor fast zwei Jahren im Auftrag der Nachrichtenagentur AFP und der Bostoner Medienfirma GlobalPost in einem umkämpften Gebiet in Nordsyrien, als er von Extremisten verschleppt wurde. Seitdem fehlte von dem 40-Jährigen jede Spur.

Foleys Mutter Diane gab eine bewegende Erklärung zum Tod ihres Sohnes ab. Er habe "sein Leben bei dem Versuch gelassen, der Welt das Leid des syrischen Volkes näherzubringen", schrieb sie auf Facebook. Die IS-Extremisten rief Diane Foley auf, das Leben anderer Geiseln zu verschonen. "Wie Jim sind sie unschuldig. Sie haben keine Kontrolle über die US-Politik im Irak, Syrien und sonstwo auf der Welt."

Nach Foleys Ermordung wurde in dem IS-Video der ebenfalls vermisste US-Journalist Steven Sotloff vorgeführt und gedroht, er könne als nächster Gefangener an der Reihe sein, falls die US-Angriffe auf Stellungen der Terrormiliz im Irak weitergehen.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.