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Bleibt es im Gazastreifen ruhig? Neue Waffenruhe ausgerufen

Nach monatelangen Kämpfen einigen sich Israel und die Palästinenser auf eine unbefristete Feuerpause. Auch soll die Blockade gegen den Gazastreifen gelockert werden. In einem Monat wird verhandelt.

Im Gazakrieg haben sich die Konfliktparteien erneut auf eine Feuerpause geeinigt. Sie soll diesmal unbefristet gelten und trat um 18:00 Uhr deutscher Zeit in Kraft. Die beiden wichtigsten, militärisch aktiven Gruppen im Gazastreifen, Hamas und Islamischer Dschihad, gaben am Dienstag bekannt, sie hätten mit Israel einen Waffenstillstand vereinbart. Israel erklärte, es habe einen von Ägypten vermittelten Plan für eine Waffenruhe zur Beendigung des siebenwöchigen Kriegs akzeptiert.

Nach Angaben von Israelis und Palästinensern sieht das Abkommen neben der Waffenruhe die Lockerung der Blockade des Gazastreifens vor. Dadurch sollen Hilfsgüter und Baumaterial in den durch die israelischen Luftangriffe weitgehend zerstörten Küstenstreifen gelangen. Außerdem wird die Fischerei drei bis sechs Seemeilen vor der Küste wieder erlaubt.

Verhandlungen beginnen in einem Monat

Nach Angaben eines Hamas-Funktionärs sollen Gespräche über größere Aspekte - etwa die Forderung der Hamas nach einer Wiederöffnung des Flughafens und Hafens von Gaza - in einem Monat beginnen. Damit hätte Hamas ein ähnliches Ergebnis akzeptiert wie nach dem einwöchigen Gazakrieg 2012. Bisher bestand die radikale Palästinenserorganisation darauf, dass die Blockade mit ihren fatalen Folgen für die örtliche Wirtschaft ganz aufgehoben wird.

Bei der 2012 vereinbarten Waffenruhe hatte Israel versprochen, die Blockade stufenweise zu lockern, während Hamas den Raketenbeschuss einstellte. Der Waffenstillstand hielt damals, allerdings blieb die Blockade des Gazastreifens weitgehend intakt. Seit 2007 können die meisten der rund 1,8 Millionen Einwohner von Gaza nicht reisen oder Handel treiben.

Gaza-Krieg forderte Tausende Menschenleben

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte in einer Fernsehansprache, das Ende der Kämpfe zeige, wie wichtig es sei, eine endgültige Vereinbarung im Konflikt mit Israel zu treffen. "Gaza war drei Kriegen ausgesetzt. Sollen wir auf den nächsten Krieg in ein oder zwei Jahren warten?", fragte er. Die Hamas erklärte sich zum Gewinner des Konflikts. "Wir erklären hier und heute den Sieg des Widerstands, den Sieg von Gaza", sagte Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri.

Eine Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, sagte in Washington, die Unterstützung der USA für das Waffenstillstandsabkommen sei stark. Sie forderte alle Parteien auf, sich an die Bedingungen der Vereinbarung zu halten.

In den vergangenen Tagen hatte Israel seine Luftangriffe intensiviert und verstärkt Hochhäuser zerstört, in denen Büros, Apartments, und Geschäfte untergebracht waren. In einem der am Dienstag getroffenen Gebäude lagen unter anderem die Büros des palästinensischen Ministeriums für Wohnungsbau, wie das israelische Militär mitteilte. Man habe Ziele angegriffen, die in Verbindung mit den Extremisten stünden, hieß es. Die Regierung wirft der Hamas vor, häufig von zivilen Orten aus zu operieren.

Seit Beginn des jüngsten Gazakriegs am 8. Juli kamen mindestens 2133 Palästinenser ums Leben, mehr als 11.000 wurden bei den Angriffen verletzt, wie die Vereinten Nationen und palästinensische Gesundheitsbehörden mitteilten. Die UN schätzen zudem, dass mehr als 17.000 Wohnhäuser zerstört und rund 100 000 Menschen obdachlos wurden. Auf israelischer Seite kamen 68 Menschen ums Leben, darunter vier Zivilisten.

Mit dieser jüngsten Militäroffensive wollte Israel gegen den Raketenbeschuss seitens der Hamas angehen und die zum Schmuggel von Waffen und Selbstmordattentätern genutzten Tunnel entlang der israelischen Grenze zerstören. 

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