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Getöteter US-Reporter Steven Sotloff Angehörige: Nicht vor IS zurückschrecken

Nach der Ermordung des US-Journalisten Steven Sotloff haben sich dessen Angehörige zu Wort gemeldet. Sie haben davor gewarnt, sich von den Gräueltaten der IS einschüchtern zu lassen.

Der von Extremisten enthauptete US-Journalist Steven Sotloff ist nach Angaben seiner Familie "kein Held", war aber auch kein Kriegsbesessener. Er habe lediglich das Leid der Menschen in Kriegsgebieten porträtieren wollen, sagte der Sprecher der Angehörigen, Barak Barfi, vor dem Haus der Familie in der Nähe von Miami. Die USA beschäftigt sich derweil weiter mit der Auswertung des Videos, in dem Sotloffs Tötung zu sehen ist.

Die Bilder von Sotloffs Enthauptung, die die US-Regierung am Mittwoch als echt eingeschätzt hatte, waren am Dienstag veröffentlicht worden. Ein ähnlicher Film über die Bluttat an dem weiteren amerikanischen Journalisten James Foley war vor zwei Wochen aufgetaucht. Die Terrorgruppe Islamischer Staat bekannte sich zu beiden Morden. Weitere US-Bürger sollen im Irak und in Syrien in der Gewalt der IS-Kämpfer sein.

Foley-Mutter baut auf weltweite Empörung

Barfi sagte weiter, Sotloff "versuchte in einer Welt der Dunkelheit das Gute zu finden" und so den Armen und Schwachen in der arabischen Welt eine Stimme zu geben. Er sei "kein Kriegsjunkie" gewesen, habe sich aber zu Geschichten im turbulenten Nahen Osten hingezogen gefühlt. Während die Familie um ihn trauere, dürften "uns unsere Feinde nicht als Geiseln halten mit der einzigen Waffe, die sie haben - Angst".

Die Mutter des ersten enthaupteten US-Journalisten sagte dem Fernsehsender New England Cable News, sie und ihre Angehörigen seien untröstlich für die Familie des zweiten Opfers. Zudem stellte Diane Foley fest, sie habe gehofft, dass Sotloff und andere Gefangene nach der Tötung ihres Sohnes freigelassen würden. Ihre Hoffnung liege nun darin, dass die weltweite Empörung über die Taten zu Güte und Frieden führten.

Der Sprecher des Außenministeriums von Israel, Paul Hirschson, bestätigte via Twitter, dass Sotloff neben der amerikanischen auch eine israelische Staatsbürgerschaft innegehabt hätte. Der Nahostexperte Ehud Jaari sagte dem israelischen Sender "Channel 2", der Journalist sei jüdischen Glaubens gewesen. "Steve war Teil einer Gruppe junger jüdischer Amerikaner, die sich zu Israel und zur arabischen Welt hingezogen fühlten."

Sotloff nicht zeitgleich mit Foley ermordet

Währenddessen ging der US-Geheimdienst davon aus, dass die beiden Journalisten nicht zur selben Zeit enthauptet wurden. Wie das Außenministerium am Mittwoch in Washington erklärte, muss das Sotloff-Video nach Foleys Tod entstanden sein. Woraus das zu schließen ist, erläuterte Sprecherin Jen Psaki nicht. Wo und wann Sotloff genau ermordet wurde, sei noch nicht klar, sagte sie.

US-Präsident Barack Obama drohte der Terrormiliz mit Vergeltung. "Unser Arm ist lang, und der Gerechtigkeit wird Genüge getan werden", sagte Obama im estnischen Tallinn. Die Vereinigten Staaten würden ein Bündnis zur Zerstörung der Gruppe schmieden. Dies werde bereits auf dem Nato-Gipfel ab Donnerstag in Wales beginnen. Einen Zeitplan für das Vorgehen gegen die Kämpfer der Gruppe in Syrien nannte Obama nach wie vor nicht.

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