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Ukraine-Krise Schwere Explosionen bei Mariupol

Die Waffenruhe ist schon wieder gebrochen: Im Osten der Ukraine ist es zu heftigen Detonationen gekommen. Zuvor hatte das Rote Kreuz vor zu viel Optimismus gewarnt.

In der Nähe der ostukrainischen Stadt Mariupol hat es in der Nacht zum Sonntag schwere Explosionen gegeben. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichteten, waren östlich der Hafenstadt zahlreiche Detonationen zu hören, zudem stieg dichter Rauch auf. Am Freitag hatten sich die Konfliktparteien auf eine Feuerpause geeinigt.

Rotes Kreuz meldete Granateneinschläge

Die Feuerpause wurde jedoch zuvor vom Roten Kreuzes als noch nicht völlig stabil eingeschätzt. Die Organisation hatte Lastwagen mit humanitärer Hilfe in die Separatistenhochburg Lugansk geschickt, wegen Granateneinschlags hätten die Fahrzeuge aber umdrehen müssen. Das teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz per Twitter mit.

Die Organisation rief die Konfliktparteien zur strikten Einhaltung der Waffenruhe auf. "Hilfe ist sehr nötig in der Ostukraine. Wir müssen sie in Sicherheit liefern können, sobald wie möglich", hieß es. Zehntausende Einwohner von Lugansk müssen seit einem Monat ohne fließendes Wasser auskommen.

Telefonat zwischen Putin und Poroschenko

Zuvor hatten die Präsidenten der Ukraine und Russland gesagt, die Waffenruhe im Osten werde weitgehend eingehalten. In einem Telefongespräch hätten Petro Poroschenko und Wladimir Putin festgehalten, dass die am Freitag vereinbarte Waffenruhe "im Allgemeinen" eingehalten werde, teilten das ukrainische Präsidialamt und der Kreml übereinstimmend mit. Beide Staatschefs hätten über Vorkehrungen gesprochen, die getroffen werden müssten, damit die Waffenruhe von Dauer sei, hieß es aus Kiew.

Der Kreml erklärte in Moskau, beiden Seiten hätten in dem Telefonat "ihre Zufriedenheit darüber ausgedrückt, dass die Waffenruhe im Allgemeinen eingehalten wird". Sie hätten zudem ihre Meinungen ausgetauscht über die Folgen, welche das Assoziierungsabkommen zwischen Kiew und der Europäischen Union für die Mitglieder der Zollunion der früheren Sowjetrepubliken habe.

Gegenseitige Vorwürfe

Wie der Kreml weiter mitteilte, berieten Poroschenko und Putin auch über die Lieferung humanitärer Hilfe für die Bewohner der ostukrainischen Rebellenhochburgen Lugansk und Donezk. Ende August hatten russische Lastwagen mit Hilfsgütern die Grenze zur Ukraine passiert, dies geschah jedoch ohne das Einverständnis Kiews und des Roten Kreuzes. Die ukrainische Regierung sprach damals von einer "Invasion".

Vor dem Telefonat Poroschenkos und Putins hatten sich die im Osten der Ukraine kämpfenden Regierungstruppen und Separatisten gegenseitig vorgeworfen, die Waffenruhe gebrochen zu haben. Bei Verhandlungen in Minsk hatten sich die Konfliktparteien am Freitag auf eine Feuerpause verständigt, die noch am selben Tag um 18.00 Uhr Ortszeit in Kraft trat.

An den Gesprächen in der weißrussischen Hauptstadt nahmen Vertreter Kiews, Moskaus, der prorussischen Separatisten und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) teil.

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