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Terroristen attackieren Grundschule Mindestens 41 tote Kinder in Syrien

Bei einem der blutigsten Anschläge in Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs sind in der Stadt Homs mindestens 41 Grundschüler getötet worden. Die Terroristen hatten es gezielt auf Kinder abgesehen.

Bei einem Doppelanschlag nahe einer Schule in der syrischen Stadt Homs sind mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen, darunter mindestens 41 Kinder. Vor der Grundschule in einem von der Regierung kontrollierten Viertel explodierten zwei Autobomben. Die Attacke war eine der schlimmsten in der Region seit Monaten und richtete sich offenbar gezielt gegen junge Syrer.

Schauplatz der Bombenexplosionen, über die auch die staatliche Nachrichtenagentur Sana und die Aktivistengruppe Syrisches Beobachtungszentrum für Menschenrechte berichteten, war ein mehrheitlich von Alawiten bewohntes Viertel von Homs. Das ist die schiitische Sekte, zu der auch der syrische Präsident Baschar al-Assad gehört. Die erste Detonation ereignete sich den Angaben zufolge, als Kinder die Schule Ekremah al-Machsumi verließen. Die zweite folgte, als Erwachsene Opfer davontrugen.

In einer der Regierung nahestehenden Facebook-Gruppe wurde Videomaterial veröffentlicht, das offenbar authentische Szenen nach den Explosionen zeigte. "Beeilung! Beeilung! Beeilung! Bringt ihn ins Krankenhaus!", rief ein Mann, während ein anderer ein Kind an dessen Armen wegzuziehen schien. Zwei kleine Mädchen und ein Junge schrien und weinten, als sie davongetragen wurden. Aus einem brennenden Fahrzeug stieg Rauch auf.

IS-Miliz köpft neun Kurden

Der Gouverneur von Homs, Talal Barasi, sagte, die Bombenexplosionen seien ein "Terrorakt und ein verzweifelter Versuch, der auf Schulkinder abzielte". Wer dahinter steckte, war zunächst unklar. Allerdings haben syrische Rebellen im Kampf gegen Assad in der Vergangenheit ähnliche Bombenanschläge verübt. Zwar wurden von allen Konfliktparteien in dem seit mehr als drei Jahren währenden Bürgerkrieg Angriffe auf Zivilisten verübt. Kinder schienen aber bislang nur selten das direkte Ziel zu sein.

Das Beobachtungszentrum für Menschenrechte berichtete auch, Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat hätten neun kurdische Kämpfer enthauptet, darunter drei Frauen. Sie waren demnach bei Gefechten um die Stadt Ain al-Arab nahe der syrisch-türkischen Grenze gefangen genommen worden. Dort liefern sich kurdische Truppen seit Mitte September heftige Kämpfe mit IS-Mitgliedern.

Die USA und ihre Verbündeten fliegen seit einer Woche Luftangriffe gegen IS-Ziele in Syrien. Die Terrormiliz setzt aber ihre Offensive gegen die Stadt Ain al-Arab fort. Nach Angaben des US-Militärs führten amerikanische Kampfflugzeuge über Nacht und am Mittwoch drei Luftschläge gegen IS-Kämpfer nahe der Stadt aus. Dabei seien ein bewaffnetes Fahrzeug, Artillerie und ein Panzer zerstört worden.

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