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Streit um Mega-Stromtrassen Seehofer will Gabriels Energiewende torpedieren

Die geplanten Stromtrassen gelten als Kernstück der Energiewende. Dass Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sie nicht will, ist bekannt. Nun zettelt der CSU-Chef neuen Streit um die Leitungen an.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer droht nach "Focus"-Informationen, die Energiewende-Planung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zu torpedieren. Wie das Magazin schreibt, machte der CSU-Vorsitzende in der vergangenen Woche klar, dass er keine der beiden Stromtrassen akzeptieren werde, die vom Norden beziehungsweise Nordosten der Republik überschüssigen Windstrom nach Süden transportieren sollen. Seehofer wolle erst untersuchen lassen, ob die neuen Superleitungen überhaupt gebraucht werden, die als Kernstück der Regierungspläne gelten.

Der Chef der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, warnte im "Focus": "Kommen die Stromtrassen nach Bayern nicht, dann müssten die Länder im Norden sofort aufhören, neue Windkraftanlagen zu installieren." Die Ankündigung Seehofers, statt auf importierten Windstrom auf eigene Gaskraftwerke zu setzen, sei unrealistisch. Neue Gaskraftwerke rechneten sich zurzeit nur mit Subventionen. "Dann hätten wir einen gespaltenen Energiemarkt", so Kohler. "In Bayern wäre der Strom teurer als im Norden, wo Überfluss herrscht." 

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